Surf World Series – Test / Review

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Genre: Surfing Game
Entwickler: Climax Studios
Publisher: Vision Games Publishing
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Altersfreigabe: k.A.
Release: ab 29.08.2017

Wie ein kleines Mädchen, habe ich vor Freude gequiekt, als ich die Pressemitteilung bekam, dass Climax Studios mit Surf World Series ein neues Surf Game auf den Markt bringt. Mein letztes Surf Game konnte ich damals auf der PS 2 spielen. Für mich, als Hobby-Wellenreiter, waren diese Games immer ein Ausgleich für die Surffreien Tage. Daher musste ich Surf World Series unbedingt testen und kann euch jetzt davon berichten.

Gameplay

Da es keine Story im Spiel gibt, sondern alles im Arcade-Stil erlebt wird, gehen wir gleich zum Gameplay über. Ihr reitet Monsterwellen an fünf der berühmtesten Strände der Welt. Vom berüchtigten Bell´s Beach in Australien zu den extremen Wellen von Waimea Bay auf Hawaii, überall könnt ihr euren Character hoch skillen.

Nachdem Euch Profi Surfer Tom Lowe mit seiner Definition von „Surfen“ begrüßt hat, kann es auch direkt los gehen. Ihr wählt im Menü aus, ob ihr die Surfschule besucht um die Basics zu lernen, im freien Surfen direkt an die Traumstrände der Welt reist oder sofort mit den Events beginnt und euch von Meisterschaft zu Meisterschaft surft. Es gibt keinen Zwang, erst ein Tutorial spielen zu müssen – Ihr könnt direkt los legen. Außerdem könnt ihr euren Surfer nach euren wünschen anpassen und weitere Klamotten, Boards und Designelemente freispielen.

Neben den Einzelspieler-Modi könnt ihr bei Surf World Series auch online, gegen bis zu 15 andere Spieler surfen.

So surft ihr

Der Surfer sitzt im Lineup und wartet auf die nächste Welle

Euer Wellenreiter sitzt im Lineup und wartet auf die heranrollenden Wellen – Mit „X – Halten!“ werdet ihr zum paddeln aufgefordert um dann im richtigen Zeitpunkt den sogenannten „Take off“ ( die Aufsteh-Bewegung beim Wellenreiten) zu machen. Hier ist es um einiges einfacher als im wahren Leben, wo dieser Zeitpunkt durch viel, viel Übung gefestigt werden muss. Das ist dann aber auch das einzig fordernde in diesem Ablauf und meines Erachtens etwas lahm. Bereits bei Transworld  Surf (2001) wurde man mehr gefordert. Da musste man mit dem Board in seine Welle der Wahl paddeln oder konnte unter ihr hindurch tauchen, wenn man eine andere nehmen wollte. In Surf World Series, kann man sich die Wellen zwar auch aussuchen, aber nur indem man die anderen unter sich hinweg rollen lässt- Hier hätte ich mir etwas zeitgemäßeres gewünscht, wie ein durchtauchen der Wellen und dabei eine farbenfrohe Unterwasserwelt oder so. Die Wellen haben auch Stärken-oder Höhen Symbole, die anzeigen wir hoch sie werden. Je nachdem, um was für eine Wellenart es sich handelt, sind sie mal einfacher, mal etwas schwerer zu surfen. Besonders in sich haben es die A-Frames: Wellen die zu beiden seiten brechen. Bei denen kann es einfach mal passieren, dass die Lippe direkt über Euch bricht und Euch ins Wasser betoniert – WIPEOUT!

Die Modi

Freies Surfen unter dem Nachthimmel

Das „freie Surfen“ unterscheidet sich leider kaum vom Wettkampf-Modus. Besonders hier hätte man mehr auf die Landschaft setzen können – Surfen ist nicht nur Sport – Surfen ist Natur erleben. Man sitzt im wahren Leben teilweise 4- 5 Stunden nur im Wasser, ohne nennenswerte Wellen zu surfen. Da geht es nicht nur um das Surfen allein, sondern um das eins sein mit der Natur. Da feiert man den Moment, wenn nur 2 Meter von einem entfernt, eine kleine Seerobbe aus dem Wasser schaut um zu gucken, was du da machst. Alles Dinge, die ich mir für ein Surf-Spiel 2017 wünschen würde.

Die Anzeigen, geben dir Info wie du dich schlägst

Im Wettkampf Modus ist der Sport und die Technik gefragt. Hier muss man skillen und zusehen, dass man schnell Punkte erreicht und da kann man auch mal fluchen, wenn man kurz vor erfolgreichem Abschluss dann doch nochmal in der Dropzone landet und das Wasser dich vom Board spült. Wenn dich aber der Ehrgeiz packt und du auch die nächste Liga erreichen willst, kann schon mal die Zeit verfliegen.

 

Steuerung

Wie man es aus anderen Skate- oder Surfspielen kennt, steuert man seinen Surfer auf der Welle mit dem linken Analogstick und mit den Schulter- und Controllertasten steuert man Manöver und Tricks. Durch Tastenkombinationen wie z.B. Viereck > Dreieck > Kreis nacheinander schnell gedrückt, führt euer Wellenreiter einen 360 Shove it aus, wenn ihr die Welle hoch fahrt und einen Sprung macht. Es gibt mehrere Tricklisten, die ihr aber auch in den Optionen anschauen könnt und dann in der Surfschule lernen- oder im freien Surfen üben könnt.

Grafik

Auch wenn ich niemand bin, der nur auf Grafik setzt und das beste vom besten haben muss – Aber ehrlich gesagt ist die Grafik nicht wirklich weit über die PS2 Qualität von ProSurfer oder Trans World Surf hinaus gekommen. Ob Bewegungen, das Wasser oder auch die Landschaften- Man sieht, dass hier nicht viel Geld für die Entwicklung ausgegeben wurde, wobei man aber auch sagen muss, dass das Spiel auch nur knapp 15 € kostet. Die Kamera-Führung kann sehr hin und wieder stören, wenn Euer Surfer plötzlich aus dem Bildrand schießt und ihr nicht wisst, was macht er da gerade. Da gab es zu PS2 Zeiten eine angenehmere Einstellung. Es bremst aber dennoch nicht den Spielspaß und ist natürlich in Full HD, was man bei der PS2 nicht hatte.

Sound

Hier kommen die Rock und die Punk-Fans voll auf ihre Kosten. Die Musik lässt einen im Manöver richtig mitgehen, man wippt mit dem Fuß, man „Headbangt“ – es macht einfach Spaß.

Fazit

Auch wenn ich der Meinung bin, dass Surf World Series kein Spiel mit zeitgemäßer Grafik ist, macht es unglaublich viel Spaß. Wenn man die anfänglichen Schwierigkeiten überstanden hat und auch den einen oder anderen Trick beherrscht, geht einem das Surfer-Herz auf. Leider konnte ich den „Online Modus“ nicht testen, da zu der Zeit einfach niemand gespielt hat. Aber ich werde sicherlich noch einmal darüber berichten. Für Board-Sport Freunde ist Surf World Series ein „Must Have“ und für 14,99€ kann man auch nix falsch machen.

6.5 Großer Spielspaß!

Endlich wieder ein Surfgame und eine großartige Sache für alle Surf-Fans, die keine Highend Grafik brauchen um Spielspaß zu empfinden.

  • Grafik 5
  • Gameplay 6
  • Steuerung 6
  • Spielspaß 9
  • Wertung (1 Votes) 9

Über den Autor

Chefredakteur // Fotograf und Techniknerd || Zocke am liebsten auf der PS4 und dem PC | Schreibe News und Reviews | Kümmere mich um die Organisation und dass dieses großartige Projekt so läuft, wie es das verdient hat.

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