South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe – Test / Review

0
South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe CoverGenre: Rollenspiel
Entwickler: Ubisoft San Francisco
Publisher: Ubisoft
Plattform: PC, Playstation 4, Xbox One
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Release: 17.10.2017
Nach über 2 Jahren wurde am 17. Oktober 2017 endlich die Fortsetzung von South Park: Stab der Wahrheit veröffentlicht. Ubisoft hatte den Fans auf der E3 im Juni 2016 bereits einen kleinen Einblick in den Nachfolger gegeben, doch dann wurde das Videospiel rund um die Helden Cartman, Kenny, Kyle und Stan insgesamt drei Mal verschoben. Nun hat South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe endlich den Weg in die Ladenregale gefunden.

Die Story

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe

Die Mini-Games bieten dem etwas faden Gameplay ein wenig Abwechslung

Als Neuling in South Park schließen wir uns der Superhelden-Truppe „Coon and Friends“ an und sorgen für die Verbrechensbekämpfung in dem kleinen Städtchen – wären da nicht noch ein paar Widersacher. Die Freedom Pals, angeführt von Mysterion, sind harte Konkurrenz für den Superhelden Coon (alias Cartman) und seine Gefolgschaft. Ziel der beiden Gruppen ist es ein führendes Superhelden-Franchise zu erschaffen, mit allem was dazu gehört: Kinofilme, Serien, Spielzeug. Wir müssen also nicht nur den Gesetzeswidrigkeiten in South Park auf den Grund gehen, sondern auch Follower auf Coonstagram sammeln und Selfies mit sämtlichen Einwohnern aus dem verschneiten Städtchen posten. Im weiteren Verlauf der Geschichte steigt ihr vom Neuen immer weiter zum geachteten Superhelden mit eigener Hintergrundstory und erweiterten Fähigkeiten auf.

Das Gameplay

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe

Rundenbasierte Kämpfe ganz nach dem typischen Rollenspiel-Prinzip

Zusammen mit Ubisoft haben South Park-Erfinder Matt Stone und Trey Parker ein Videospiel mit dem typisch makaberen South Park-Humor geschaffen. Gleich zu Anfang müssen wir uns in South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe für einen Schwierigkeitsgrad entscheiden, dieser orientiert sich an der Hautfarbe unseres Charakters. Damit wird jedoch nicht die Schwierigkeit der Kämpfe beeinflusst, sondern jeder andere Aspekt unseres Protagonisten. Im weiteren Spielverlauf gibt es neben den Haupt- und Nebenmissionen auch eine Vielzahl Minigames. Somit könnt ihr euch zum Beispiel direkt am Anfang des Spiels zum Kackmeister befördern. Dazu müsst ihr lediglich das hiesige Bad in Cartmans Haus aufsuchen und mit ein bisschen Controller-Akrobatik habt ihr die erste Aufgabe des Spiels gemeistert.

Rundenbasierte Kämpfe im typischen RPG-Stil

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe

Mit den Quick-Time-Events während eines Kampfes bleibt es spannend

In rundenbasierten Kämpfen stellen wir uns unseren Widersachern. Zunächst alleine, doch schließen wir mit der Zeit immer mehr Freundschaften zu den anderen Mitgliedern der Coon and Friends-Truppe. Ein Schlachtfeldraster zeigt uns auf, wie wir uns in unserem aktuellen Zug bewegen können. Hier spielt, im Gegensatz zum Vorgänger, die Positionierung der einzelnen Charaktere eine wichtige Rolle. Jeder Superheld hat eine andere Reichweite und unterschiedliche Attacken, die er nutzen kann. Damit wir dem Kampf nicht tatenlos beiwohnen haben die Entwickler, die hinter South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe stecken, ein paar Quick-Time-Events eingebaut. Somit müssen wir bei jeder Attacke reagieren, um ihre Effektivität zu steigern. Im großen und ganzen werden die Kämpfe mit der Zeit allerdings sehr eintönig. Schnell hat man die sinnvollsten Kombinationen und schlagfertigsten Attacken drauf, um seine Gegner schnellstmöglich zu vermöbeln.

Mit unserem Charakter können wir insgesamt drei unterschiedliche Klassen kombinieren und dessen Fähigkeiten nutzen. Leider bringen die verschiedenen Klassen nicht so viel Abwechslung in das Kampfsystem wie erwartet, ebenso wie das Craftingsystem. Wer nicht grade die schwierigste Stufe in den Kämpfen eingestellt hat, wird hier leider kaum gefordert.

Die Grafik

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe

Die Snow-Drop-Engine sorgt für ein grafisches South Park Erlebnis

Ein Kritikpunkt vieler Fans ist die Grafik. Damit ist allerdings nicht die Grafik selbst gemeint, sondern viel mehr die künstliche Ressourcenverschwendung. Spätestens beim enorm lang andauernden Ladevorgang des Spiels wird man darauf aufmerksam. Die minimalen Systemanforderungen von South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe sind nämlich weitaus höher, als die des damaligen Crysis, welches zu seiner Zeit viele PCs an ihre Grenzen brachte. Wenn wir im Zuge dessen die eigentlich schnöde 2D-Grafik betrachten fragt man sich wirklich, was sich Ubisoft dabei gedacht hat.

Wenn man die Ladezeiten aber mal außen vor lässt, macht die Snow-Drop-Engine ihre Arbeit ziemlich gut. Keine Ruckler, keine Grafikfehler. Man erlebt das Spiel wie eine 8-Stündige South Park-Episode.

Das Fazit

Diejenigen, die mit der besonderen Unbekümmertheit von South Park nichts anfangen können, sollten dieses Spiel meiden. Ebenso die, die ein komplexes Rollenspiel erwarten. South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe hat ein sehr schlichtes Gameplay, eine ebenso schlichte Grafik und einen tadellos grotesken Humor. Letzteres ist leider der einzige Punkt, der den enormen Spielspaß ausmacht und einen dazu verleitet überhaupt erst am Ball zu bleiben.

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe
<
>
6.3 Awesome
  • Grafik 6
  • Story 6
  • Gameplay 5
  • Spielspaß 8
  • Wertung (4 Votes) 7.8

Über den Autor

Schreibt Reviews.

Kommentare