Quake Champions – Test / Review

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Quake ChampionsGenre: Action, Multiplayer-Shooter
Entwickler: id Software, Sader Interactive
Publisher: Bethesda Softworks
Plattform: PC
Altersfreigabe: Keine Angabe
Release: 2017

 

Wer an Doom oder Unreal denkt, kommt nicht an Quake vorbei! Fans der Reihe – so auch ich – mussten sich lange gedulden bis ein neuer Teil erscheint. Mit Quake Champions bringt Bethesda Softworks nun endlich einen Nachfolger auf den Markt, der den Shooter-Mainstream Konkurrenz machen soll. Ob Quake auch in der Neuzeit funktioniert und ein ernstzunehmender Gegner für andere Shooter ist, seht ihr hier!

Gameplay

Quake Champions wird als Free-2-Play-Spiel kostenlos veröffentlicht. Ihr beginnt mit dem für Quakespieler bekannten Ranger und könnt euch die anderen Charaktere freispielen. Im Betatest durfte ich auch die anderen Champions schonmal antesten.

Quake Champions

Jeder Champion hat seine Stärken und Schwächen.

Die jeweiligen Charaktere haben ihre Stärken in einem der drei Wertbereiche (Life, Armor, Speed). Zudem hat jeder eine besondere Spezialattacke, die ihm gewisse Vorteile im Kampf bringt.

Als Kenner von Quake wusste ich: Es geht um Speed und Stillstand bedeutet Tod! Wer defensiv und langsam agiert, verliert das Match. Das Motto ist: Mit dem Kopf durch die Wand, Rocket Launcher volle Kraft voraus und Frags sammeln, was das Zeug hält… Und dabei möglichst den eigenen Tod vermeiden!

Einfach mal draufhalten, bevor man selbst erledigt ist!

Gleich in der ersten Runde Deathmatch kam das alte Quake-Gefühl wieder hoch! Die erste Runde konnte ich noch recht glimpflich überleben, aber schon in der zweiten Runder zerfetzte mich der gegnerische Raketenwerfer in tausend kleine Teile. Classic! Spätestens da war mir klar: Ja, ich bin definitiv wieder am Quake spielen!

Stichwort Nostalgie: Ihr könnt euch sowohl auf altbekannte, als auch auf neue Maps freuen. Vom Stil her verbinden die Entwickler wieder mittelalterliche Bauten mit Sci-Fi-Elementen. Gleich bei der ersten Map fühlte ich mich in gute alte Quake 3 Arena Zeiten zurückversetzt.

Falls das Standardoutfit nicht passt, könnt ihr eure Champions individualisieren!

Bis auf den Free-2-Play-Aspekt mit der Individualisierung des Charakters und den jeweiligen Stärken und Schwächen, haben die Entwickler Quake Champions wie seine Vorgänger belassen. Es bleibt bei dem alten Waffenarsenal, das man sich auf der Map zusammensammeln muss und bei der geringen Größe der Maps, um schnellstmöglich Gegnerkontakt zu haben. Ihr seht also: Ehemalige Quake-Spieler finden sich auch nach langer Abstinenz schnell zurecht.

 

Multiplayer

Da es keine Singleplayerkampagne gibt, liegt das Augenmerk auf dem Multiplayer. Wie die Teile zuvor kann auch Quake Champions mit einer gut ausbalancierten Dynamik im Multiplayer glänzen. Die beiden Schlachtschiffe Deathmatch und Team Deathmatch haben sich nicht verändert und funktionieren weiter als beliebte Modi.

Kleine Maps garantieren regelmäßigen Feindkontakt.

Eine Neuerung haben die Entwickler mit dem Modus Sacrifice eingeführt. Es ist eine Capture- The-Flag-Variante, in der man versucht Obelisken zu beschützen und Seelen zu sammeln. In diesem Modus solltet ihr die Champions weise wählen, da die Konstellation der Champions großen Einfluss nimmt. Zu guter Letzt gibt es bisher außerdem den Duellmodus 1 gegen 1, die Beta verrät allerdins, mit 2 noch leeren Slots, dass weiter Spielmodi geplant sind.

Nach jedem beendeten Match bekommt ihr Achievements und steigt Level auf. Mit im Spiel verdienten Punkten (oder – huch, Überraschung – Echtgeld) könnt ihr Lootboxen kaufen, die zufällige Ausrüstungsgegenstände für die Champions beinhalten.

Grafik

Quake ist technisch zeitgemäß, besticht jedoch weniger mit einer besonders raffinierten Grafik. Das tut dem ganzen keinen Abbruch, da es spielbedingt keinen Platz für grafische Leckerbissen gibt. Die Beleuchtung auf der Map un das Sichtfeld, während des schnellen Spielgeschehens, sind dank 120-Hz-Darstellung optimal umgesetzt worden. Aber mal im Ernst: Ich hatte sowieso keine Sekunde mir das pittoreske Setting anzuschauen, da überall geballert wurde!

Sound

Das Spiel kommt komplett ohne Musik aus. Die Sounds der Waffen und die Stimme aus dem Off, während der Matches sind schon sehr typisch für Quake. Ansonsten ist die Geräuschkulisse recht dezent gehalten.

Fazit

Gleich nach der ersten Sekunde war klar: Es steht Quake drauf, es ist Quake drin! Ich war begeistert von dem Spiel. Quake unterscheidet sich mit seiner Geschwindigkeit und der doch eher unwirklichen Physik vom Rest der Szene. Bei dem Überangebot an sich ähnelnden Shootern auf dem Markt kann Quake Champions als frische Abwechslung hervorstechen. Mir hat Quake persönlich wieder Laune auf Shooter gemacht. Sowohl Fans der ersten Stunde, als auch Neulinge werden damit ihren Spaß haben. Während der Ruf von Quake, ein anspruchsvoller Hochgeschwindigkeits-Shooter zu sein, neue Spieler vielleicht eher abschreckt, soll die Free-2-Play-Variante wohl die Einstiegshürde senken. Es bleibt abzuwarten, ob diese Strategie fruchtet oder Quake Champions als Billigspiel abgestempelt wird. Das Prädikat „Billig“ hat es allerdings keineswegs verdient!

 

8.0 Altes Spielgefühl in moderner Verpackung

Quake Champions muss sich nicht vor der etablierten Shooter-Konkurrenz verstecken! Sowohl für alte Fans, als auch für Neulinge ist Quake Champions eine Empfehlung.

  • Grafik 7
  • Gameplay 8
  • Multiplayer 8
  • Spielspaß 9
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Über den Autor

Redaktion Gaming und Musik// Pc und Xbox One//

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