Overcooked: Special Edition – Test / Review

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Overcooked: Special Edition im ReviewGenre: Multiplayer-Spiel
Entwickler: Ghost Town Games
Publisher: Team 17
Plattform: Nintendo Switch
Altersfreigabe: keine Angabe
Release: 27.07.2017

Overcooked ist seit seinem Release im August 2016 ein beliebter Indie-Titel gewesen. Jetzt erschien der Titel als Special Edition für die Nintendo Switch. Ob es auch auf Nintendos neuster Konsole für Spaß sorgt, verraten wir euch in diesem Test.

Kochen für die Rettung der Welt

In Overcooked müsst ihr als Koch verschiedenste Gerichte kochen. Warum das Ganze? Ein riesiges Monster hat die Erde angegriffen. Der einzige Weg die Katastrophe zu verhindern ist den Hunger zu stillen. Dafür müsst ihr zu Profi-Köchen ausgebildet werden. Denn bei eurem ersten Versuch das Monster zu sättigen und die Erde zu verteidigen scheitert ihr. Deswegen werdet ihr mittels einer Zeitreise in das Jahr 1993 zurückversetzt, um von Grund auf das Kochen zu erlernen und schließlich zu meistern. Euer Weg führt euch dabei durch verschiedene Level, die stetig in ihrer Komplexität steigern, bis ihr euch schließlich erneut dem Monster stellen müsst.

Das Piratenschiff. Eines der leichteren Level.

Easy to learn…

Wer Overcooked spielt, versteht sofort, wie es funktioniert. Die Grundmechaniken sind einleuchtend. Im oberen linken Bildschirmrand wird euch angezeigt, welche Gerichte ihr zubereiten müsst und welche Zutaten dafür benötigt werden. Einfache Suppen, Burger, Pizzen oder Fish & Chips. Die Auswahl der Gerichte variiert von Level zu Level und in der Art ihrer Zubereitung. Für eine Tomatensuppe reicht es drei Tomaten zu schneiden und in den Kochtopf zu geben. Bei Pizzen muss man dagegen zunächst den Teig und anschließend Tomaten, Wurst, Zwiebeln und Käse schneiden und zusammengelegt in den Backofen schieben. Sind die Gerichte fertig, müssen sie noch auf einem Teller zur Ausgabe gebracht werden. Umso schneller die Bestellung abgefertigt wurde, desto mehr Punkte erwarten dich.

…hard to master.

Das Grundprinzip ist also denkbar einfach. Dennoch wird es sehr schnell stressig in den Küchen von Overcooked. Gespielt wird stets im Team aus zwei Köchen. Spielt man alleine, kann man zwischen beiden Figuren wechseln. Es empfiehlt sich jedoch gemeinsam mit Freunden im Koop zu spielen. In höheren Leveln wird es sonst schlichtweg zu schwer die Gerichte fristgerecht zuzubereiten. Denn: Umso weiter ihr in der Story voranschreitet, desto mehr Steine werden euch in den Weg gelegt. Während ihr am Anfang nur mit einer Küche auf fahrenden Trucks konfrontiert werdet, seht ihr euch später schon in einer Küche mitten auf dem Eis wieder. Das sorgt nicht nur für rutschigen Untergrund, sondern auch für unfreiwillige Badesituationen. Früher oder später kommen ebenfalls Geisterlevel auf euch zu, in denen sich einzelne Küchenelemente verschieben. Schnell passiert es, dass die Suppe in eurem Kochtopf für euch nicht mehr zu erreichen ist und anbrennt. Anbrennen ist dabei wörtlich zu verstehen. Der Griff zum Feuerlöscher wird euch nicht erspart bleiben.

Auf den Eisschollen wird das Kochen schon schwieriger.

Kommunikation und Planung

Um die Level erfolgreich zu absolvieren ist Kommunikation und Planung von höchster Bedeutung. Wie bereits erwähnt, ist das Spiel klar auf den kooperativen Multiplayer mit Freunden auf der Couch ausgelegt. Arbeitsteilung ist häufig der Weg zum Ziel und das erfordert Kommunikation. Ansonsten fehlen zu schnell die Zutaten und die einzelnen Gerichte können nicht fertiggestellt werden. Das sorgt nicht nur für Unmut bei den virtuellen Restaurantbesuchern, sondern auch unter den Spielern. Im Stress der Konsolenküche wird es gerne mal lauter im heimischen Wohnzimmer. Dennoch: Durch den langsam ansteigenden Schwierigkeitsgrad bleibt das Spiel zwar stets fair, fordert die Spieler jedoch immer wieder. Einzelne Level erneut zu spielen ist keine Seltenheit, gerade wenn es darum geht sie mit einer besonders guten Punktzahl für die maximale 3-Sterne Bewertung abzuschließen.

Konkurrenz der Küchen!

Neben dem Storymodus gibt es ebenfalls einen Versus-Modus. Mit bis zu vier Spielern könnt ihr im 2 vs. 2 gegeneinander antreten. Das Team, das in einer vorgegebenen Zeit die Gerichte am schnellsten, zuverlässigsten und korrektesten zubereitet, bekommt die meisten Punkte und gewinnt die Runde. Falls ihr also den Story Modus mit euren Freunden noch relativ friedlich überstanden habt, könnt ihr spätestens hier den Streit provozieren.

Fazit

Overcooked bietet euch in der Special Edition für Nintendo Switch 44 Kampagnen Levels, 9 Versus-Levels und 22 spielbare Charaktere. Negativ zu erwähnen ist fairerweise, dass es teils zu Einbrüchen in der Framerate kommt. Doch das tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Im Singleplayer weiß das Spiel nicht unbedingt zu glänzen, doch im Multiplayer überzeugt es in ganzer Linie. Als Partyspiel ist es durch die Einfachheit in seiner Bedienung super geeignet. Und für längere Spielsessions ohne Spaßverlust sorgt die ansteigende Komplexität der Level und Gerichte. Overcooked ist damit ein Spiel, dass unerfahrene und erfahrene Gamer gemeinsam an die Konsole fesselt.

7.3 Spaß im Multiplayer!

Die Switch eignet sich durch die abnehmbaren Joy-Cons besonders für Multiplayer Titel. Und mit Overcooked liefert Team 17 fabelhaften Nachschub. Wer noch hungrig ist auf Mehrspieler-Spaß mit seinen Freunden, sollte das Spiel definitiv auf seinen Speiseplan setzen.

  • Grafik 7
  • Steuerung 8
  • Story 5
  • Spielspaß 9
  • Wertung (1 Votes) 8.2

Über den Autor

Wurde von einem Gameboy und einer Super Nintendo großgezogen - VR-Enthusiast - spiele alles, was die PS4 hergibt - schreibe News und Spieletests für NerdStar.de

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