Metal Gear Survive – Test / Review

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Metal Gear SurviveGenre: Survival, Action
Entwickler: Konami Digital Entertainment
Publisher: Konami Digital Entertainment
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Altersfreigabe: 16 Jahre
Release: 22.02.2018

Hideo Kojima ist weg und Metal Gear Survive ist zum Scheitern verurteilt! Wenn man den Fans glauben mag, dann sieht es genauso aus. Schon direkt nach der Bekanntgabe des Spiels hatte Metal Gear Survive einen schweren Stand bei der Gemeinde. Den Abgang von Kojima wollten einige nicht so einfach hinnehmen und verfassten negative Bewertungen noch bevor das Spiel veröffentlicht wurde. Die Fans glaubten scheinbar, dass ohne Kojima kein Metal Gear mehr drin steckt. Ob Metal Gear Survive berechtigt negative Bewertungen bekommen hat oder die Fans nur über den Abgang von Hideo Kojima erbost waren, lest ihr hier.

Verrücktes Setting, das etwas untergeht

Als auserwählter Soldat schickt euch der Big Boss durch ein Wurmloch, um die Welt von Dite zu erkunden und sogenannte Kuban-Energie zu sammeln. Ausgerüstet mit einem Hauch von Nichts steht ihr den sogenannten Wandelnden, die stark an Zombies erinnern, gegenüber, die durch die lebensfeindliche Welt schlendern. Zu Beginn heißt es also erstmal überleben! Danach kommt die Informationsbeschaffung und die Heimkehr in die eigene Welt. Die eigentliche Story räumt den Platz für den anspruchsvollen Überlebenskampf.

Zäh, entmutigend und hungrig

Metal Gear Survive

Der Basisbau ist am Anfang etwas mühselig, aber wichtig.

Ihr habt die Möglichkeit eure Basis auszubauen und den Schutz zu verstärken. Das solltet ihr auch regelmäßig tun, damit ihr gegen die gelegentlichen Zombieangriffe gewappnet seid. Zu Beginn sorgt ihr euch aber mehr um die persönliche Versorgung. Der zähe Beginn zeichnet sich durch geringen sichtbaren Erfolg und Mangel an Ressourcen aus. Gefühlt seid ihr permanent hungrig und durstig. Die sandige und triste Landschaft erschwert euch zusätzlich die Nahrungssuche. Dieser Zustand ändert sich zu dem Zeitpunkt, wenn ihr endlich verdrecktes Wasser aufkochen könnt. So entsteht in den ersten Spielstunden der Eindruck, dass man nur nach Essen und sauberem Wasser sucht und wieder zurück ins Basislager wandert. Insbesondere die ersten Missionen, die einen darum bitten Speichermodule zu aktivieren um dann wieder zu der KI ins Basislager zurückzukehren, verstärken das “Hin und Her”- Gefühl noch.

Euch werden anfangs viele Mechaniken an die Hand gegeben, die etwas überfordernd wirken können, aber mit der Zeit hilfreich beim Überleben sein können.

Alles voller Wandelnder

Natürlich lauft ihr nicht seelenruhig durch die Wüste und sucht nach Informationen und Lebensmitteln. Recht häufig begegnet ihr Infizierten, die ziemlich hartnäckig sein können. Ihr solltet darauf achten, wenn ihr einen oder zwei seht, da es in kürzester Zeit voll mit Wandelnden werden kann. Bei einer großen Gruppe habt ihr kaum eine Chance zu überleben, wenn ihr nicht gerade auf einem Vorsprung steht oder hinter einem Maschendrahtzaun. Die Infizierten können nämlich nicht klettern!

Metal Gear Survive

Aufpassen! Die Wandelnden sind oft in Gruppen unterwegs.

Solltet ihr nicht so ein Glück haben, reichen schon zwei bis drei Schläge, um euch zu töten. Da das Spiel automatisch speichert, wenn ihr ins Basislager zurückkehrt, kann es schnell passieren, dass ihr eure Sachen in der Einöde verliert und von vorne beginnen müsst. Aus diesem Grund empfiehlt es sich zu schleichen und die Wandelnden nach und nach zu erledigen. Siehe da: ein wenig Stealth aus Metal Gear steckt doch drin!

Kuban-Energie als Währung und andere Transaktionen

Wenn ihr euch Fähigkeiten im Skill Tree freischalten wollt oder Gegenstände erstellen wollt, braucht ihr die Kuban-Energie. Die Energie dafür erhaltet ihr von den Leichen der Zombies oder von Kristallen, die in der Landschaft verteilt sind. Nahezu alle Erweiterungen und Verbesserungen kosten euch diese Energie.

Ein ganz kritisch zu sehender Punkt des Spiels sind die Mikrotransaktionen. Zwar sagt der Entwickler, dass es sich hierbei eher um kosmetische Gegenstände dreht, aber die Transaktionen bringen euch zum Teil große Vorteile im Spiel. Ihr könnt damit die Produktivität steigern oder euch einen weiteren Trupp zur Erkundung erkaufen. Falls ihr einen zweiten Charakterplatz benötigt, müsst ihr diesen auch für Echtgeld kaufen!

In Anbetracht dessen, dass das Überleben eine sehr zähe Angelegenheit in dem Spiel darstellt und die Transaktionen einem einen Vorteil verschaffen, kommt das schon sehr verdächtig.

Ohne Geduld und Frustresistenz geht nicht

Metal Gear Survive

Ohne Sauerstoffmaske dürft ihr nicht in den tödlichen Nebel treten!

Es steckt Survive im Titel drin und genau so ist das Spiel auch, aber leider ist es nicht ausbalanciert. Die Fortschritte sind klein und die Frustration hoch. Das Spiel wirkt etwas, als sei es für die Mikrotransaktionen konzipiert worden.

Wer eine hohe Schmerzgrenze hat oder gar gerne zusätzliches Geld in Spiele investiert, dem sei Metal Gear Survive zu empfehlen. Trotz Survivalgameerfahrung konnte ich dem Titel wenig abgewinnen, weil eben kein merklicher Erfolg zu spüren war. Permanent erscheinen Scharen von Zombies vor einem, ständig plagt einen der Hunger und der Durst. Ob und wie Metal Gear Survive als Spin Off wirklich in das Metal Gear Franchise passt, soll hier mal dahingestellt sein.

Das Spiel fordert einen sehr stark und unterhält dabei nur geringfügig. Falls ihr eine Herausforderung sucht und ihr nicht überhäuft werden müsst von Erfolgsmomenten, dann greift euch Metal Gear Survive!

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6.5 Überlebenskampf für ganz Geduldige

Wer keine Survivalgames mag, sollte hier von die Finger lassen. Nur empfehlenswert für richtige Fans des Genres.

  • Grafik 8
  • Gameplay 8
  • Story 6
  • Spielspaß 4
  • Wertung (0 Votes) 0

Über den Autor

Redaktion Gaming und Musik// Pc und Xbox One//

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