Impact Winter – Test / Review

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Impact WinterGenre: Abenteuer, Survival, Indie
Entwickler: Mojo Bones
Publisher: BANDAI NAMCO Entertainment
Plattform: PC
Altersfreigabe: Keine Angabe
Release: 23.05.2017

Bei der Vorstellung von Impact Winter wurde das Spiel von Experten gelobt und der Release sehnlichst erwartet. Beim Launch lief dann alles schief: Jede Menge negative Bewertungen auf Steam, da das Spiel voller Fehler war und es nahezu unspielbar machte. Aus diesem Grund habe ich dem Titel etwas Genesungszeit gegeben, um zu schauen, ob er sich doch noch von dem Horrorstart erholen kann.

Story

Impact Winter

Die Welt ist in Chaos versunken!

Nachdem ein riesiger Asteroid fast die ganze Menschheit ausgelöscht hat, liegt die Welt unter einer dicken Schneeschicht begraben. Als Jacob, dem Anführer einer fünfköpfigen Gruppe, versuchen wir zu überleben und auf Hilfe zu hoffen. Die Gruppe hat ihr Lager in einer zugeschneiten Kirche erbaut. Zu Beginn des Spiels schnappt unser kleiner Hilfsroboter Ako-Light ein Signal auf, das Hilfe in dreißig Tagen verspricht. Ab hier beginnt eine Mischung aus Ressourceneinteilung, Erkundung der Welt und der Weiterenticklung des Roboters.

Questen, Planen, soziale Kontakte pflegen

Am Anfang steht das Tutorial. Im Grunde besteht das Ziel des Spiels darin, nicht zu sterben und den Ako-Light zu leveln, um die Zeit bis zur Rettung von der Uhr zu nehmen.

Impact Winter

Achtet auf das Feuer, sonst erfrieren die Gruppenmitglieder!

Danach ging es los, dass mir die Gruppenmitglieder verschiedene Quests gaben, um das Quartier etwas aufzuwerten. Regelmäßige Interaktionen mit den Mitgliedern brachten mir Informationen über ihre Bedürfnisse und Tätigkeiten. Schnell wurde klar, dass ich meine Abenteuer sorgfältig planen musste, da ich sowohl auf die Mitglieder achten musste, als auch auf die Ressourcen, die im Lager noch zur Verfügung standen. Viele Ziele waren weit entfernt und schwer zu finden, da die komplette Karte mit Schnee bedeckt ist. Ein weiterer störender Faktor war, dass das Inventar zu Beginn recht klein ist. Es war sehr frustrierend gute Sachen gefunden zu haben, die ich aber nicht alle mitnehmen konnte und so mehrmals hin und her laufen musste. Das hat den Spielspaß etwas gebremst.

Er war stehts bemüht…

Mein erstes Ziel war also schnellstmöglich den Ako-Light aufzuwerten, denn dieser dient uns als Inventar, Taschenlampe und Sonarsignal. Auf der Suche nach den nötigen Gegenständen, kam mir immer was dazwischen. Mal war ein Gruppenmitglied durch Plünderer verletzt worden und musste versorgt werden, oder das Essen wurde knapp. Um die Gruppenmitglieder vor solchen Dingen zu schützen, konnte man ihnen je nach Level verschiedene Eigenschaften zuordnen. So war es zum Beispiel möglich, dass sie langsamer craften, um sich weniger zu verletzen. Leider ist dieses ganze Zuweisen von Aufgaben sehr menülastig. Trotz vieler Spielstunden und einigen Aufwertungen des Lagers hatte ich das Gefühl auf der Stelle zu treten.

Kleinere Fehler gut erkennbar

Impact Winter

Doppelte Tastenbelegung machen es unmöglich beide Aktionen durchzuführen.

Wie oben genannt, gab es zum Realease diverse Probleme, die das Spiel unspielbar machten. Leider war auch jetzt noch was davon zu merken. Einerseits gab es eine doppelte Tastenbelegung, wenn man in seinem Außenlager war. Die Aktionen „Schlafen“ und „Maggies Menü“ hatten beide die gleiche Taste.

Impact Winter

Die Dialogfenster werden gleichzeitig übereinander eingeblendet.

Anderseits überschnitten sich die Dialogfenster. Wenn ich eine Quest erledigt hatte und ein Level aufstieg, wurde mir das Dialogfenster des Questgebers eingeblendet und gleichzeitig das Fenster vom Ako-Light. Das machte das ganze unübersichtlich.

Grafik

Die Grafik ist typisch für Indie-Games und geht eher in Richtung Comic. Die Perspektive des Spiels erinnert mich ein wenig an Diablo. Dadurch wird die ganze Landschaft noch unübersichtlicher und verstärkt den Effekt der verschneiten Postapokalypse.

Impact Winter

Fahrzeuge bieten meist gute Beute.

Fazit

Als ich von Impact Winter gehört habe, wollte ich es unbedingt anspielen. Als Fan von Survival-Games mit Zombies oder Mutanten, wollte ich einen Tapetenwechsel wagen und ohne böse Kreaturen den Überlebenskampf starten!

Die kleinen Fehler, die das Spiel noch hat, haben mich persönlich am wenigsten gestört. Viel schwerwiegender fand ich die weiten Wege und das ständige hin und her zum Basislager. Nach mehreren Stunden Spielzeit fühlte ich mich eher erschöpft, als unterhalten. Wenn ich mal einen Plan bzw. eine Route hatte, kam immer was dazwischen, so dass ich das eigentliche Ziel aus den Augen verlor. Dennoch muss ich sagen, dass das Spiel dieses Endzeitszenario gut umsetzt, da man hart arbeiten muss, um sich sein Lager aufzubauen und zu Überleben. Leider habe ich für mich keine Langzeitmotivation feststellen können.

Impact Winter erinnert mich eher an einen „postapokalyptischen Tamagotchi“, da die Gruppenmitglieder sehr viel Pflege und Zuwendung benötigen. Empfehlenswert ist das Spiel dann doch eher für Fans des Genres.

6.3 Speziell für Genre-Fans

Schwer eine Langzeitmotivation zu finden und doch eher etwas für Genre-Fans

  • Grafik 6
  • Gameplay 6.5
  • Story 7
  • Spielspaß 5.5
  • Wertung (0 Votes) 0

Über den Autor

Redaktion Gaming und Musik// Pc und Xbox One//

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