Bioshock Infinite – Test / Review

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Bioshock Infinite im ReviewGenre: Action, Ego-Shooter
Entwickler: Irrational Games, 2K Australia, Blind Squirrel (Remastered)
Publisher: 2K Games
Plattform: PC, PS 3, PS 4, Xbox One, Xbox 360
Altersfreigabe: Ab 18 Jahren
Release: 26.03.2013

Ich liebte die Vorgänger-Teile: Diese dunkle und kuriose Atmosphäre hatte mich von Anfang an total fasziniert. Jetzt sollte es auf einmal in einer fröhlichen und hellen Himmelsstadt spielen? Das klang einfach nicht mehr nach dem Bioshock, so wie ich es kannte. Dementsprechend blickte ich dem Release von Bioshock Infinite, wie so oft, sehr skeptisch gegenüber. Ob Bioshock Infinite letzten Endes mit seinem Vorgänger, sowohl grafisch als auch Story technisch, mithalten konnte erfahrt ihr in dieser kleinen Zusammenfassung.

Die Storyline

Bioshock Infinite im Review

Wir katapultieren uns mit unserem Haken quer durch Columbia

In der Rolle des Privatdetektivs Booker DeWitt startet ihr in Bioshock Infinite in einem Ruderboot und begegnet somit zum ersten Mal den Lutece-Zwillingen, die im Laufe des Spiels noch öfter vorkommen werden. Booker wird an einem Leuchtturm, mit dem Auftrag ein Mädchen namens Elizabeth zu befreien, ausgesetzt.

Eine Art Schleudersitz katapultiert ihn in die Himmelsstadt Columbia, welche dem Jahre 1912 nachvollzogen ist. Nachdem sich Booker einer Taufe unterzogen hat, um die Stadt über den Wolken überhaupt betreten zu dürfen, machen wir uns auf die Suche nach Elizabeth und merken schnell das hier eine Auseinandersetzung zwischen den Gründern und den Vox Populi – dem Arbeitervolk – herrscht.

Mit Elizbateh im Schlepptau durch de Himmelsstadt

Die Antagonistin Elizabeth hingegen wird seit ihrer Kindheit in Columbia gefangen gehalten und von einem riesigen mechanischen Vogel namens Songbird beschützt. Schnell gelingt es Booker DeWitt Elizabeth aus Monument Island zu befreien, doch auch genau so schnell sind den beiden von nun an der Songbird, die Gründer und Zachary Hale Comstock auf den Fersen. Doch auch Elizabeth entpuppt sich als störrische Begleitung und schlägt Booker beim ersten Versuch, sie aus der Himmelsstadt zu befreien, mit einer Rohrzange nieder.

Bioshock Infinite im Review

Elizabeth steht uns tatkräftig zur Seite – mehr oder weniger

Stück für Stück gelangt man in Bioshock Infinite hinter das Geheimnis der prächtigen Wolkenstadt Columbia. Diese ist Rapture City aus Bioshock, mit ihrem Wahnsinn und Fanatismus, auf eine beängstigende Art und Weise sehr ähnlich. Schnell merkt man wie sehr  dieser fröhliche Schein der Stadt und dessen Bewohnern nur trügt. Denn Rassismus und ein enormer Religionsfetisch liegen hier, wie einst im Jahre 1912, an der Tagesordnung.

Das Gameplay

In Ego-Perspektive laufen wir als Protagonist Booker DeWitt durch Columbia. Unsere erste Waffe in Bioshock Infinite ist, neben dem handelsüblichen Revolver, der Haken – in schwindelerregender Höhe schwingen wir uns durch das freischwebende Gleissystem oder zerfleischen brutal unsere Gegner.

Bioshock Infinite im Review

Ähnlich wie in dem Vorgänger stehen uns auch in Bioshock Infinite unterschiedliche Waffen zur Verfügung

Das Spielprinzip ähnelt natürlich sehr seinem Vorgänger. Während unsere linke Hand mit einer beliebigen Fähigkeit ausgerüstet ist befindet sich in unserer rechten Hand natürlich eine Waffe. Im Laufe des Spiels erhalten wir insgesamt acht spezielle Fähigkeiten. Die Rollenspielelemente wurden so weit zurückgeschraubt, dass sich Bioshock Infinite eigentlich wie ein reiner Ego-Shooter spielen lässt. Dennoch sollte man es, trotz schnelllebiger Kämpfe nicht mit Battlefield oder Call of Duty in eine Schublade schmeißen. Durch die intelligente Handlung und die atemberaubende Spielwelt unterscheidet sich das Spiel doch ein wenig von den typischen First-Person-Shootern.
Während der unzähligen Kämpfe gegen die Gründer steht uns natürlich Elizabeth zur Seite. Wird unsere Munition knapp, dann bekommen wir eine neue Packung – genau so verhält es sich mit der Gesundheit und den Salzen. Alles in allem macht es das Spiel noch bisschen einfacher – zu sterben ist demnach schwieriger als am leben zu bleiben.

Die Grafik

Bioshock Infinite im Review

Bioshock Infinite ist mit einer bunten Atmosphäre und üppigen Bluteffekten ausgerüstet

In Bioshock Infinite hat man die 6 Jahre alte Unreal Engine 3 eingesetzt. Dort haben die Entwickler dank diverser Shader Programme noch so einiges raus kitzeln können. Satte Farben, imposante Gebäude und großartige Beleuchtungseffekte – das findet man hier zu genüge. Trotz der etwas veralteten Grafik-Engine und nicht ganz so detaillierter Texturen ist Bioshock Infinite ein absolut gelungenes Grafikerlebnis. Irrational Games, die Entwickler von Bioshock Infinite und seinem Vorgänger, schaffen es wie niemand zuvor eine absolut schöne, comicartige Kulisse gleichzeitig so abstrakt und fanatisch wirken zu lassen. Hier, finde ich, stehen die Konsolen der PC-Version in nichts nach.

Das Fazit

Mit einer atemberaubenden und gleichzeitig traurigen Geschichte, bietet Bioshock Infinite ein hohes Maß an Unterhaltung. Mit Spannung verfolgte ich das Geschehen um Booker DeWitt und seinem Schützling Elizabeth bis zum bitteren Ende, welches mir ein paar Tränen abverlangte. Untermalt wird das Spiel durch die wunderschönen Grafik und einem absolut passenden Soundtrack. Wer sich nicht nur mit einfachem Geballer abgeben möchte, sondern auch Wert auf eine packende und herzzerreißende Story legt, ist mit Bioshock Infinite bestens bedient.

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7.5 Bestes Bioshock!
  • Grafik 8
  • Gameplay 7
  • Story 8
  • Spielspaß 7
  • Wertung (7 Votes) 7.3

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