The Good Place – Eine himmlisch absurde Serie

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Vor kurzem ist auf dem US-Sender NBC die zweite Staffel der Fantasy Comedy Serie The Good Place von Produzent Michael Schur (Parks and Recreation, Brooklyn Nine-Nine) zu Ende gegangen.

Story

Eine Frau namens Eleanor Shellstrop (Kristen Bell) wacht, nach einem plötzlichen Tod, im Jenseits auf. Sie wird willkommen geheißen von Michael (Ted Danson), dem Architekten des so genannten “Good Place”. Dies ist eine Nachbarschaft (nach Vorbild des Himmels) in der jeder Bewohner sein perfektes Haus und einen Seelenverwandten hat. Eleanors Seelenverwandter ist Chidi Anagonye (William Jackson Harper), ein Professor der Moralphilosophie. Mit ihm soll sie für immer in der Ewigkeit leben. 

Als Eleanor sieht, wegen welchen guten Taten sie im Good Place sei, wird ihr klar, dass eine Verwechslung vorliegt. An ihrer Stelle wurde versehentlich eine andere Frau desselben Namens in die Hölle geschickt. Deprimiert betrinkt sich Eleanor auf der Willkommensparty ihrer hochnäsigen Nachbarin Tahani (Jameela Jamil). Am nächsten Morgen steckt der Good Place plötzlich im totalen Chaos. Alle gemeinen Dinge, die Eleanor im betrunkenen Zustand gesagt hat, sind wahr geworden. Um nicht aufzufliegen und sich ihren Platz im Good Place zu verdienen, soll Chidi sie nun unterrichten, ein guter Mensch zu werden.

The Good Place (© NBC)

Chidi soll Eleanor beibringen ein guter Mensch zu werden. (© NBC)

Religiös ohne Religion?

Schon in der ersten Episode erklärt Michael, dass alle Religionen nur etwa fünf Prozent richtig liegen, was das Jenseits betrifft. Damit stellt die Serie schon gleich zu Beginn klar, dass es sich hier zwar um das Leben nach dem Tod dreht, jedoch keinesfalls um den Glauben der Menschen. Egal zu welcher Religion du gehört hast (oder auch nicht), am Ende zählen nur deine wirklichen Taten im Leben.

The Good Place (© NBC)

Architekt Michael und das künstliche Wesen Janet (© NBC)

Die Darsteller

Hauptdarstellerin Kristen Bell spielt die Eleanor mir einer frechen, fast schon vulgären Art, die man von ihr schon aus z.B. Veronica Mars oder Bad Moms kennt. Wobei ihr andauerndes Fluchen immer schön durch den automatischen Filter des Good Place auf ein für die USA genehmes PG-Rating zensiert wird. Aus “F*ck” wird “fork” und aus “Sh*t” wird “shirt”. Ebenfalls großartig ist Ted Danson (Cheers, CSI: Vegas) als übernatürlicher Architekt Michael, der Schwierigkeiten dabei hat die Menschen und ihr Verhalten zu verstehen. Die hochnäsige Tahani wir gespielt von der britischen Moderatorin und Model Jameela Jamil. Zu den besten Running Gags der Serie gehört wohl, dass Tahani mindestens einmal pro Episode den Namen eines berühmten Stars dropped, mit dem sie im Leben befreundet gewesen sei.

Fazit

The Good Place gesellt sich mit seiner humorvoll anderen Sicht auf das Jenseits wunderbar in die Reihe der absurden, religiösen Serien der letzten Jahre, wie z.B. American Gods und Preacher. Dabei wird die Serie in seinem Thema niemals langweilig oder eintönig, sondern vermag es mit verrückten Wendungen den Zuschauer wiederholt zu überraschen. Damit gehört The Good Place zu meinen liebsten neuen Serien der letzten Jahre.

Eine dritte Staffel von The Good Place mit 13 Episoden wurde bereits von NBC für Ende 2018 bestellt. In Deutschland läuft die erste Staffel von The Good Place aktuell als FreeTV Premiere in Doppelfolgen immer Donnerstags auf SIXX.

9,2 Awesome
  • Wertung (1 Votes) 9.2

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