Six – 1. Staffel Review

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Schonungslos und Detailgetreu

Knallharte Action, fesselnd und realistisch – so erzählt die Serie Six die wahre Geschichte von vier Navy Seals. Rip, Bear, Buddha und Caulder führen einen Kampf gegen Terror, Verrat und Familienprobleme. Die Serie überzeugt mit einen großartigen Cast durch Action und emotionalem Tiefgang. Inszeniert wurde die authentische Serie unter anderem von „Homeland“-Regisseurin Lesli Linka Glatter. Während mit Harvey und Bob Weinstein legendäre Produzenten für die Serie verantwortlich zeichneten, sorgte zum Beispiel der Oscar®-nominierte William Broyles Jr. („Jarhead – Willkommen im Dreck“) für das Drehbuch.

Story

Auch privat ein unzertrennliches Team

Mit Hilfe des Navy Seals Team „Six“, unter der Leitung von Richard „Rip“ Taggart (Walton Goggins), versucht das US-Militär Terror und religiöse Fanatiker von der Zivilbevölkerung fern zu halten. Joe „Bear“ Graves (Barry Sloane), Ricky „Buddha“ Ortiz (Juan Pablo Raba), Alex Caulder (Kyle Schmid) und ihr Troop Leader, sind ein eingespieltes Team. Darüber hinaus sind sie gute Freunde, die auch im Privatleben viel Zeit miteinander verbringen.

Rip verliert sich durch die vielen Kampfeinsätze immer mehr in Gewaltfantasien und den Alkohol. Auf der Jagd nach dem Top-Terroristen Emir Hatim Al-Muttaqi (Jarreth J. Merz) begeht Rip schließlich einen folgenschweren Fehler: Er erschießt einen unbewaffneten, den er als Handlanger des radikalen Islamisten ausmacht. Dieser hatte sich jedoch ergeben und war keine Gefahr. Als Rip von Caulder mit seinem Fehler konfrontiert wird, kommt es zum Bruch der Truppe.

Aber nicht nur „Rip“ kämpft mit privaten Problemen, auch die anderen kommen mit ihrem Leben außerhalb der Kampfeinsätze nicht so gut zurecht. „Bear“ und seine Frau Lena (Brianne Davis) trauern um ihre verstorbene Tochter und versuchen das Familienglück wieder herzustellen. Caulder muss sich plötzlich um seine uneheliche Tochter Dhama kümmern und ist damit völlig überfordert. Buddha verliert den Draht zu seinen Kindern und bricht mehrfach sein Versprechen, bei den Seals auszusteigen. Auch bei ihm hängt der Haussegen schief.

Rip´s neuer Job

Rip tröstet die entführten Schulmädchen

Nach seinem Dienst bei den Seals, versucht sich Rip als Angestellter einer Sicherheitsfirma. Sein Kampf gegen die eigenen Dämonen und die Alkoholsucht machen es ihm nicht leicht, wieder Fuß zu fassen. Bei einem Sicherheits-Einsatz in Nigeria werden die Lehrerin und alle Schülerinnen einer Mädchenschule von den Boko Haram angegriffen. Auch Rip kann hier nicht viel ausrichten und wird mit Lehrerin Na’omi (Nondumiso Tembe) und den Mädchen verschleppt. Die anschließende Geiselnahme geht weltweit durch die Medien.

Rettungsaktion

Die Seals auf dem Weg, ihren alten Leader zu retten.

Natürlich bleibt dieser Vorfall auch für die Seals nicht unentdeckt. So schließen sich Bear, Buddha und Caulder wieder zusammen, um Rip und die Frauen aus den Fängen der religiösen Fanatiker zu retten. Doch nicht nur in Nigeria lauert Gefahr für die Truppe: in Abu Dhabi plant Michael Nasry (Dominic Adams) seinen ganz eigenen Vergeltungs-Schlag gegen Rip und die SIX. Denn es war sein Bruder, den Rip Taggart beim Anti-Terror-Einsatz erschossen hatte, als Michael mit ihm vor den Seals kniete und keine Gegenwehr zeigte. Michael schließt einen Pakt mit dem Terroristenführer Hatim Al-Muttaqi, um persönliche Rache an Rip und den anderen Seals zu nehmen.
Werden es die Navy Seals schaffen, die Frauen und ihren Ex-Troop Leader aus den Fängen der Geiselnehmer zu befreien? Werden die Kameraden ihr Leben wieder in den Griff bekommen und Al-Muttaqi endlich dingfest machen?

Der Cast

Walton Goggins macht einen tollen Job

Einen herausragenden Job macht Hauptcharakter Walton Goggins, der hier mit seiner ganz eigenen Art und seinem einzigartigen Charakter den Zuschauer auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle einlädt. Mal nervt er, mal bemitleidet man ihn, dann kann man ihn echt gut leiden. Sein doch sehr markantes Äußeres gibt seiner Rolle einen einzigartigen Charm.

Fazit

Während man in erster Linie eine mit Patriotismus übersättigte Serie, mit unverwundbaren Supersoldaten erwartet, wie es ja für amerikanische Kriegsdramen üblich ist, erhält man neben gut dosierter Action auch viel Emotionalität. Es wird gezeigt, dass nicht alles rosig ist und die „Helden“ daheim nicht von allen vergöttert werden. Gerade die nervlichen Belastungen der dauernden Kampfeinsätze führen beim einen zu emotionaler Kälte, beim anderen zur Flucht in den Alkoholismus. Man sieht, dass hinter den Harten Kerlen auch nur einfache Menschen stecken. Die Jungs wachsen einen nach kurzer Zeit wirklich ans Herz.

Six zeigt aber nicht nur die Seite der Seals, sondern lässt auch einen Blick auf die Seite einer Terror-Organisation zu. Hier wird klar gemacht, wie sie mit „westlichen“, modernen Methoden in der Lage sind, die Gesellschaft zu infiltrieren und neue „Rekruten“ für sich zu gewinnen. So bleibt der Patriotismus auch bei Six nicht ganz aus, ist aber nicht so übertrieben dar gestellt und sorgt daher auch für eine authentische Geschichte. Gerade bei Gegenspieler Michael, gibt es Momente, wo der Zuschauer sein Handeln nachvollziehen kann, was das ganze nicht so eintönig macht und einfach mal neue Blickwinkel bietet. Jede Folge zieht einen in ihren Bann und man möchte wissen, wie es weiter geht. Das überraschende Ende der 1. Staffel macht Neugierig auf Staffel 2.

Six ist seit dem 29.08.2017 im Handel erhältlich oder auf Amazon

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Six
7.3 Actiongeladen

Für alle, die ein Freund von geballter Action sind und auch Fahnenschwenken und kleine Klischees verzeihen, macht Six wirklich Spaß anzuschauen.

  • Cast 7
  • Bild 7
  • Ton 7
  • Story 8
  • Wertung (1 Votes) 7.7

Über den Autor

Chefredakteur // Fotograf und Techniknerd || Zocke am liebsten auf der PS4 und dem PC | Schreibe News und Reviews | Kümmere mich um die Organisation und dass dieses großartige Projekt so läuft, wie es das verdient hat.

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