Kevin (Probably) Saves the World – Review

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Im letzten Monat ist die erste Staffel von ABCs religiös angehauchter Dramedyserie Kevin (Probably) Saves the World mit einem kleinen aber feinen Cliffhanger geendet.

Darum geht’s

Nachdem Kevin Finn (Jason Ritter) seinen Finanz Job in New York verliert und seine Freundin ihn verlässt, überlebt er nur knapp einen Suizidversuch. Nach seiner Genesung zieht er zu seiner Zwillingsschwester Amy (JoAnna Garcia), einer Ingenieurin und Professorin am örtlichen College, und deren Tochter Reese. Zurück in seiner Heimatstadt wird Kevin mit seiner Vergangenheit konfrontiert, da lange vergessene Freunde und seine große Liebe aus der Highschool wieder in sein Leben treten. Als Kevin des Nachts einen in der Nähe eingeschlagenen Meteoriten berührt, sieht er sich plötzlich einem himmlischen Wesen namens Yvette (Kimberly Hebert Gregory) gegenüber. Diese eröffnet ihm, er sei von Gott auserwählt, die Welt zu retten und sie selbst sei auf Erden, um ihn zu führen und zu beschützen. Kevin soll gute Taten vollbringen, um seine spirituellen Kräfte aufzubauen und dabei ein besserer Mensch werden. Allerdings hat die Sache natürlich einen Haken. Kevin ist der einzige, der Yvette sehen kann und er kann niemandem erklären, was eigentlich mit ihm los ist.

Die himmlische Gesandte Yvette folgt Kevin plötzlich auf Schritt und Tritt. (© ABC)

Die himmlische Gesandte Yvette folgt Kevin plötzlich auf Schritt und Tritt. (© ABC)

Einfach göttlich

Zwar stammt Yvette aus dem Himmel und hat fast schon allmächtige, magische Kräfte. Doch betont sie mehrfach, dass sie kein Engel sei. Dies steht fast schon sinnbildlich für die Grundstimmung der Serie. Denn Kevin (Probably) Saves the World ist eines ganz bestimmt nicht: Eine Serie über Religionen. Klar ist natürlich des öfteren die Rede von Glaube und Gott. Doch dreht es sich hier nicht um Religion als Institution an sich. Viel mehr geht es hier um den Glauben an das Gute im Menschen. Die Serie ist ein humoristisches Plädoyer für Nächstenliebe und eine positive Lebensweise.

Die Darsteller

Seine Schwester Amy und ihr Tochter Reese machen sich Sorgen um Kevin. (© ABC)

Seine Schwester Amy und ihr Tochter Reese machen sich Sorgen um Kevin. (© ABC)

Titelheld Kevin wird gespielt von Jason Ritter, der den meisten wohl am besten als Stimme des Dipper Pines in Disneys Cartoon Serie Gravity Falls bekannt sein dürfte. Sein Spiel ist geprägt durch die dauerhaft komödiantische, sympatische Verwirrung eines Mannes, der plötzlich gezwungen ist seinen Mitmenschen selbstlos zu helfen und regelmäßig in verrückte Visionen gesaugt wird, die ihm seine neuen Ziele aufzeigen. Jedoch wirkt er oft augenscheinlich nicht wirklich, wie Jemand, der erst vor kurzen versucht hat sich selbst das Leben zu nehmen.

Kevins bester Freund Tyler. (© ABC)

Kevins bester Freund Tyler. (© ABC)

Im Gegenteil ist er stehts bemüht seiner dauer besorgten Schwester Amy zu beteuern, dass mit ihm alles in Ordnung sei. Diese wird übrigens gespielt von Joanna García, die man möglicherweise aus den Serien Reba, Privileged oder als Meerjungfrau Arielle in Once Upon a Time kennt.
Mein persönlicher Favorit ist allerdings Stand-Up Komiker Dustin Ybarra als Kevins bekloppter bester Freund Tyler, dessen Darstellung noch lustiger wird, wenn man ihn zuvor nur als kannibalistischen Serienkiller in der DC Serie Gotham kannte.

Fazit

Kevin (Probably) Saves the World ist eine lustige und sehr lebensbejahende Serie. Die einzelnen Episoden vermögen es einen mit den Schicksalen der Mensch, denen Kevin hilft, zu berühren und hinterlassen nach dem Schauen ein durch und durch positives Gefühl. Mag man andere religiös angehauchte Serien, wie z.B. The Good Place oder Ein Engel auf Erden, könnte einem Kevin (Probably) Saves the World bestimmt gefallen.

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8,8 Awesome
  • Wertung (1 Votes) 8.8

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