Hacksaw Ridge-Die Entscheidung – Filmkritik

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Helden Drama nach einer wahren Geschichte

„Während alle anderen Leben nehmen, werde ich Leben retten, so werde ich unserem Land dienen.“, waren die Worte von Desmond Doss, der dafür kämpfte, ohne Waffe im 2. Weltkrieg seine Kameraden auf dem Schlachtfeld in Japan zu retten. Nach „Braveheart“ inszeniert Regisseur Mel Gibson mit Hacksaw Ridge-Die Entscheidung ein weiteres Helden-Drama epischen Ausmaßes.

Story

Hacksaw Ridge-Die Entscheidung

Desmond Doss zieht in seine Kompanie ein.

Zweiter Weltkrieg im Frühling 1945: Desmond Doss ist ein gläubiger Mann, dennoch möchte er auf dem Schlachtfeld seinen Kameraden helfen und seinem Land den Dienst erweisen. Aufgrund seines Glaubens, weigert er sich jedoch, eine Waffe anzufassen. Seine Vorgesetzten sträuben sich erst, ihm die Ausbildung zum Sanitäter zu ermöglichen, beugen sich aber schließlich dem Wunsch des „Feiglings“. Anfeindungen und Verachtung aus den eigenen Reihen ausgesetzt, hat Desmond eine sehr harte Zeit und kann sich auch vor Gewalt nicht verstecken. Er bleibt aber standhaft und zieht letztendlich vor das Kriegsgericht, um seine Prinzipien durchzusetzen.

Er rettet unzähligen Kameraden in der folgenden Schlacht das Leben und geht damit als Kriegsheld, dem die „Medal of Honor“ verliehen wurde, in die Geschichte Amerikas ein.

Fulminante Bilder und wuchtige Schlacht

Hacksaw Ridge-Die Entscheidung

Doss holt zahlreiche Verletzte vom Feld.

Mit seinen kraftvollen, fulminanten Bildern und einer hypnotisierenden Wucht, wurde das Drama für drei Golden Globes, fünf BAFTA Awards und sechs Oscars nominiert.

Mel Gibson verzichtet nicht auf Gewalt im Film und zeigt die Schlachten in so detaillierten Bildern, dass man selbst manchmal ein wenig die Augen zukneift. Allerdings nicht als Verherrlichung des Krieges, sondern um zu schockieren und zu zeigen welch Gräuel der Krieg mit sich bringt.

Ohne Liebe geht´s nicht

Natürlich darf auch das Zwischenmenschliche in diesem Film nicht fehlen. So verliebt sich der junge Desmond Doss (Andrew Garfield) in die schöne Krankenschwester Dorothy (Teresa Palmer), die den Rest des Filmes, immer mental hinter ihm steht. Irgendwie erinnerte mich der Part des Kennenlernens sehr stark an den Film „Pearl Harbor“. Daher ist es fraglich, ob dies noch zu Doss´s Geschichte, oder zu Gibson´s Idee gehört. Eine Achterbahn der Gefühle löst auch immer wieder Vater Tom Doss (Hugo Weaving) aus, der eingangs im Film sehr kaltherzig wirkt.

Die kleinen aber feinen Macken

Hacksaw Ridge-Die Entscheidung

Vince Vaughn mit kleiner MP in einer riesen Schlacht

Auch wenn mich der Film doch sehr fasziniert hat, gab es eine kleine Macke im Film, die mich die ganze Zeit gestört hat: Sergeant Howell (Vince Vaughn) kämpft den gesamten Film über mit einer MP – Mal ehrlich, der Typ ist 1,96 Meter groß, da muss man dem nicht eine Waffe in die Hand geben, die aus sieht wie eine Spielzeug-Pistole.

Fazit

Ob die Welt einen weiteren (Anti-) Kriegsfilm im „Soldat James Ryan“ Stil brauchte, sei mal dahin gestellt. Mich faszinieren diese Filme immer wieder und auch bei Hacksaw Ridge-Die Entscheidung ziehe ich meinen Hut und sage „Chapeau Mr.Gibson“, mir hat er richtig gut gefallen. Von der Einleitung in den Film bis hin zur epischen End-Schlacht, alles ging sehr glatt ineinander über und man konnte der Geschichte gut folgen. Der wirklich grandiose Cast des Films hat das Sahnehäubchen oben drauf gesetzt.

 

 

8.3 Großartiges Helden-Drama

Für alle Fans des Genres auf jeden Fall lohnenswert, wer kein Bock auf Krieg und herumfliegende Körperteile hat, sollte es jedoch lassen.

  • Cast 9
  • Bild 8
  • Ton 9
  • Story 7
  • Wertung (1 Votes) 10

Über den Autor

Chefredakteur // Fotograf und Techniknerd || Zocke am liebsten auf der PS4 und dem PC | Schreibe News und Reviews | Kümmere mich um die Organisation und dass dieses großartige Projekt so läuft, wie es das verdient hat.

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