Everything Sucks! – Nicht nur 90er Nostalgie

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Frisch auf Netflix gibt es die erste Staffel der neuen 90er High School Comedy Serie Everything Sucks! mit zehn halbstündigen Episoden.

Story

Es ist das Jahr 1996. Das Leben in der Kleinstadt Boring ist ebenso langweilig, wie ihr Name. Die Freunde Luke, McQuaid und Tyler sind neu an der Highschool und schließen sich als Außenseiter und Film-Nerds dem schuleigenen Video-Club an. Hier lernen sie die Tochter des Rektors Kate Messner kennen. Für Luke ist es fast schon Liebe auf den ersten Blick, weshalb er alles daran setzt Kates fester Freund zu werden. Diese hat jedoch ganz andere Probleme. In der Schule kursiert das Gerücht Kate sei lesbisch, was vielleicht sogar der Wahrheit entsprechen könnte. Als dann bei einem Feueralarm die Sprinkleranlage das Theater Set zerstört, das geplante Stück abgesagt werden muss und Luke die Verantwortung dafür übernimmt, trachten die coolen Kids vom Schauspiel-Club nach Rache. Luke sieht nur einen Ausweg: Er muss einen Science Fiction Film drehen.

Everything Sucks! (© Netflix)

Kate muss sich über ihre Gefühle klar werden. (© Netflix)

High School Klischee oder was?

Die Thematik der künstlerischen Clubs an einer Highschool ist natürlich keinesfalls etwas Neues, erinnert es doch an Filme und Serien, wie z.B. High School Musical oder Glee. Zwar herrscht zu Beginn noch eine Konkurrenz zwischen dem coolen Schauspiel-Club und dem nerdigen Video-Club, doch verschmelzen gegen Ende recht schnell die Grenzen und alle Cliquen-Klischees werden über Bord geworfen. Besonders angenehm ist im Gegensatz zu bekannten High School Filmen, dass der Cast im Fall von Everything Sucks! nicht aus Mittzwanzigern besteht, die einen Haufen 15 Jähriger verkörpern. Die jungen Darsteller sind auch wirklich in dem Alter ihrer minderjährigen Hauptcharaktere.

Everything Sucks! (© Netflix)

Oliver und Emaline sind für die Bühne geboren (© Netflix)

Die volle 90er Breitseite?

Auf den ersten Blick wirkt Everything Sucks!, wie ein simpler Nostalgie-Trip zurück in die High School Zeit der 1990er Jahre. Gerade zu Beginn werden dem Zuschauer, sowohl im Dialog als auch visuell, Massen an für die 90er typischen Dingen um die Ohren gehauen. Mit denen können die meisten jüngeren Zuschauer wohl gar nichts mehr anfangen. Hat die Serie aber erstmal ihre popkulturell historische Einordnung beendet, verbirgt sich hinter der nostalgischen Fassade eine Geschichte über menschlich nachvollziehbare Charaktere. Statt simpler Comedy erwartet den Zuschauer eine humorvolle Coming of Age Story über die erste Liebe, das Verlassenwerden und den Umgang mit ersten eigenen gleichgeschlechtlichen Empfindungen.

 

8,9 Awesome
  • Wertung (2 Votes) 8.2

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