Assassin’s Creed The Movie – Filmkritik

0

Mit einer revolutionären Technologie, die seine genetischen Erinnerungen entschlüsselt, erlebt Callum Lynch (Michael Fassbender) die Abenteuer seines Vorfahren Aguilar im Spanien des 15. Jahrhunderts. Callum erkennt, dass er von einem mysteriösen Geheimbund, den Assassinen, abstammt und sammelt unglaubliches Wissen und Fähigkeiten, um sich dem unterdrückenden und mächtigen Templerorden in der Gegenwart entgegenzustellen.

Ich zähle mich selbst zum Assassin’s Creed Fan und habe mich letztes Jahr wirklich über die Schlagzeile, dass AC verfilmt wird, gefreut. Wenn ich auch ein wenig Bedenken hatte, ob die unglaublich umfangreiche Geschichte von Assassin’s Creed in so einen kurzen Film passt. Wer hätte geahnt, dass ich damals Recht behalten sollte.

Story

Assassin´s Creed

Callum erwacht im Labor nach seiner Hinrichtung

Callum Lynch, ein zum Tode verurteilter Mörder wacht nach Vollstreckung des Urteils in einem Labor auf und wird dabei von der Wisschenschaftlerin Sophia (Marion Cotillard) begrüßt. Dort macht sie ihn mit ihrer Erfindung – dem Animus – vertraut, mit dem sie ihn in die vergangenen Erinnerungen seiner Ahnen schicken kann, um dort ein geheimes Artefakt zu finden. Aguilar, Callums Vorfahre, war in der Zeit der spanischen Inquisition ein Assassine und kämpfte gegen den Bund der Templer. Diese suchten schon damals wie auch in der Gegenwart den „Apfel von Eden“.  In seinem Innern soll sich das Geheimnis verbergen, wie man Menschen den freien Willen nehmen kann. Sophias Vater Alan (Jeremy Irons) ist der Kopf des ganzen und drängt als Ober-Templer dazu, den Apfel schnellstens zu finden. Callum scheint sich entschieden zu haben, ihnen freiwillig zu helfen um das Kredo der Assassinen zu vernichten.

Brechstangen-Taktik

Assassin´s Creed

Im Animus taucht Callum in die Vergangenheit ein.

Wie ich bereits befürchtete, hat Regisseur Justin Kurzel in Assassin’s Creed versucht, die gesamte Geschichte aus einem mittelprächtigen Drehbuch, mit der Brechstange in den Zuschauer einzuprügeln. Während die Action- Szenen, vor allem im 15. Jahrhundert, wirklich beeindruckten und den Zuschauer zu manchen Atempausen animierten, war die Story einfach nur verwirrend und viel zu vollgestopft mit Handlung. Für Filmfans, die mit dem Spiel selbst nichts anfangen können, wäre die einzig nachzuvollziehende Reaktion am Ende des Films ein „WHAT??!!“ – aber auch der eingefleischte AC Spieler verlor mitunter den Faden im Film.

Assassin´s Creed

Actionreiche Szenen im 15. Jahrhundert

Je später der Abend, desto langweiliger die Gegenwart

Das größte Problem zeigte sich schon in den Spielen: Jegliche Handlung, neben dem Eintauchen in die Vergangenheit, hinterlässt beim Spieler eher ein „Naja“. Das konnte der Film leider auch nicht anders umsetzen. Dem Zuschauer werden die Gegenwart-Szenen einfach serviert, nach dem Motto „friss oder stirb“ – ob dort noch Logik vorhanden ist oder nicht. Das Highlight des Films sind die Ausflüge in die Vergangenheit. Leider nehmen diese zum Ende des Films immer mehr ab. So drängt sich dem Zuschauer immer wieder das Gefühl auf, mal auf die Uhr zu schauen, dem Ende des Films entgegen sehnend.

Fazit

Assassin´s Creed

Ja, Callum .. so ging es mir, bei Teilen des Films auch 😉

Ich habe erst überlegt, ob man den Film jemanden empfehlen kann, der keinen Wert auf Story legt und nur Action im Film bevorzugt…  Leider kann man auch das nicht, denn diese überwiegt leider nicht im Film und würde somit denjenigen größtenteils langweilen. Trotz eines gelungenen Casts, wirklich beeindruckenden Bildern des 15. Jahrhunderts und tollen Actionsezenen war diese Verfilmung eines Videospiels eine von denen, wo man hinterher sagt: „Hätten sie es mal besser gelassen“. Schade, Potential bietet das Spiel und ich hatte mich wirklich drauf gefreut.

Noch ein paar Bilder zum film:

<
>
4.3 Verschenktes Potential
  • Besetzung 6
  • Bild 7
  • Regie 2
  • Inhalt 2
  • Wertung (2 Votes) 4.1

Über den Autor

Chefredakteur // Fotograf und Techniknerd || Zocke am liebsten auf der PS4 und dem PC | Schreibe News und Reviews | Kümmere mich um die Organisation und dass dieses großartige Projekt so läuft, wie es das verdient hat.

Kommentare