Emoji und ihre Geschichte

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Pünktlich zur Veröffentlichung des neuen Kino-Films „Emoji – Der Film“, haben wir uns mal die Mühe gemacht zu schauen, wo unsere kleinen, gelben Gefühle-Vermittler her kommen.

Am Anfang waren Punkte und ein Strich

Es gibt viele verschiedene Ansätze, woher der Emoji eigentlich stammt. Da es sich bei einem Emoji um ein Ideogramm handelt, welches nicht erst zu SMS- und Chat Zeiten zum Einsatz kam, fangen wir ganz weit vorne an: Bereits 1893 wurde im Kreisblatt Malmedy beim Zeitungsdruck mit typographischen Gesichtern gespielt. Der uns bekannte erste Emoji ist jedoch der Smiley: Zwei Punkte und ein gebogener Strich, wurden 1963 vom Werbegrafiker Harvey Ball auf ein gelbes Blatt Papier gemalt. Sein Auftraggeber wollte mit diesem Bild auf Anstecknadeln das Betriebsklima heben. Eine rechtliche Sicherung dieses Bildes gab es nicht.

Die elektronische Form „:-)“ für positives und „:-(“ für negatives, erfand 1982 der Informatik Professor Scott E. Fahlman. Er kennzeichnete in der Universität auf einem Bulletin-Board seine Texte mit „:-)“ für „nicht ernst zu nehmend“ und „:-(“ für „ernst zu nehmend“. Gerade der Zweite wurde gerne für Wut oder Trauer zweckentfremdet.

Manga und Kinji Inspiration für Emoji

Die Marktdurchdringung der Emojis erfolgte dann etwa Ende der 90er Jahre. Shigetaka Kurita arbeitete damals für das i-mode Projekt, welches Internet-ähnliche Seiten für Handys entwickelte. Für Wettervorhersagen wünschte man sich statt der Begriffe „Sonnig“ und „Wolkig“ Bilder. So kam man auf die Idee, dass auch Empfindungen in Bildern auf i-mode fähigen Geräten angezeigt werden könnten. Kurita liess sich dabei aus seiner Kindheit inspirieren, einschließlich Manga und Kinji. Dort malte man eine Glühbirne, für „Idee“ oder auch ein Gesicht mit Schweißperlen.

Mangels Schöpfungshöhe (12×12 Pixel Kantenlänge) unterlagen diese Emojis jedoch nicht dem Urheberrecht und somit wurden auch andere Firmen, unter anderem japanische Telefongesellschaften auf die Emoji aufmerksam und setzen sie für sich um.

Jahr um Jahr entwickelte man die Emojis weiter. Mehrfarbig und viel detaillierter sind die heutigen Emojis auf unseren High-Tech Geräten zu finden. Sie sind aus der heutigen Kommunikation überhaupt nicht mehr weg zu denken. Emojis haben Hypes ausgelöst und auch viele Firmen animiert, Produkte wie Plüschfiguren, Tassen, Shirts, Aufkleber etc. zu produzieren.

©aurumoxygen – stock.adobe.com

Ein Tag für alle Emojis

Einmal im Jahr werden die Emojis weltweit gefeiert – am 17. Juli ist World Emoji Day. Diesen hat sich das Online-Nachschlagewerk Emojipedia ausgedacht: „Wir nutzen Emojis jeden Tag, warum sollte man sie nicht auch feiern?“ Den 17. Juli haben die Veranstalter zum Emoji-Feiertag erklärt, weil dieses Datum auf dem Kalender-Emoji unter iOS zu sehen ist.  In den sozialen Medien wird mit dem Hashtag #WorldEmojiDay gefeiert.

Emoji der Film

„Emoji – Der Film“ nimmt alle Handynutzer mit in die geheime Welt in einem Smartphone. Versteckt in der Messaging App liegt Textopolis, eine geschäftige Stadt, in der alle Emojis wohnen und darauf hoffen, zum Einsatz zu kommen. In dieser Welt hat jedes Emoji nur einen Gesichtsausdruck – außer Gene. Denn der ist ein überschwängliches Emoji, das ohne Filter geboren wurde und vor lauter unterschiedlichen Ausdrücken förmlich platzt. Fest entschlossen, so „normal“ wie all die anderen Emojis zu werden, holt sich Gene Hilfe von seinem besten Freund High 5 und dem berühmt-berüchtigten Codebrecher-Emoji Jailbreak. Gemeinsam brechen sie auf zu einem Abenteuer quer durch alle Apps, um den Code zu finden, der Gene reparieren kann. Ein spaßiges Abenteuer, bis plötzlich eine viel größere Gefahr das Telefon bedroht. Das Schicksal aller Emojis hängt nun ab von den drei so unterschiedlichen Freunden, die ihre Welt retten müssen, ehe sie für immer gelöscht wird.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Smiley
https://de.wikipedia.org/wiki/Emoji
https://www.theverge.com
Cinemaxx
Heise.de

Über den Autor

Chefredakteur // Fotograf und Techniknerd || Zocke am liebsten auf der PS4 und dem PC | Schreibe News und Reviews | Kümmere mich um die Organisation und dass dieses großartige Projekt so läuft, wie es das verdient hat.

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