SCUM – Der Guide für Einsteiger und Fortgeschrittene

Ihr habt euch von dem Survival-Titel Scum aus dem Hause Gamepires und Croteam, welches unter Devolver Digital veröffentlicht wurde anstecken lassen und wollt die Server unsicher machen? Dann solltet ihr nicht unvorbereitet auf die Insel kommen. Wir geben Einsteigern als auch Veteranen nützliche Tipps, um das Überleben unter Gefangenen und Zombies zu erleichtern.

Die Geschichte von SCUM

Kampf gegen Zombie © Devolver Digital

Der Guide beginnt ab der nächsten Überschrift. In diesem Abschnitt wird erst einmal die Story erklärt. Wer direkt zum Guide will, springt einfach eine Überschrift weiter.

Ihr wart sehr böse… sonst würdet ihr wohl kaum auf der Insel des Gigakonzerns TEC1 für ein Spektakel der Obrigkeit hinhalten müssen. Ihr seid die Hauptrolle in einem Stück aus Blut und Schweiß, Knochen und Fleisch, Überleben oder Sterben. In der ersten Staffel der Sendung SCUM wurden eure Mithäftlinge noch innerhalb von Hallen und Arenen aufeinander gehetzt, doch für die zweite Staffel hat sich der Medienkonzern etwas besonderes einfallen lassen. Auf der firmeneigenen Privatinsel werden die Häftlinge ausgesetzt, um dann in einem Überlebenskampf als Sieger dem Tod noch einmal von der Schippe zu springen.

Landschaft © Devolver Digital

Karge Hallen, leere Arenen und verlassene Zellen weichen nun grünen Wäldern, üppigen Hügellandschaften und kleinen Vororten. Der Duft von Freiheit liegt in der Luft, doch der Schein trügt: Eine düstere Bedrohung erhebt sich über die Insel und lässt denjenigen, der sich einen Augenblick zu lange von der vermeintlich paradiesischen Idylle ablenken lässt, gnadenlos unter die Erde bringen. Denn neben anderen Gefangenen trachten noch weitere Gestalten nach eurem Leben.

Was euch nicht tötet, versucht es noch einmal

Damit leiten wir den Guide mit einem Überblick an Bedrohungen auf, die für euch den Tod bedeuten können. Viele sind radikal und andere schicken euch schleichend zum Sensenmann. Am gegenwärtigsten sind natürlich andere Spieler, die euch mit allerlei Waffen ausschalten können, seien es Messer, Speere, Schusswaffen oder die bloße Faust. Dicht gefolgt werden andere Spieler von den schnellen Zombies, die euch zu einen von ihren machen möchten. Der wohl gefährlichste Gegner im Spiel ist aber der Mech.

Ein Mech © Devolver Digital

Schon von weitem sind seine schweren Schritte zu hören. Solltet ihr die mechanische Stimme des Mechs hören, steht ihr bereits an der Schwelle zum Tod. Denn mit dem nächsten Ausruf “Target engaged” (Ziel erfasst), lässt der Kampfroboter mit überraschend guter Präzision einen Bleiregen über euren Kopf hinwegwüten, der nur schwer zu überleben ist. Die einzige Chance, möglichst lange unter Beschuss am Leben zu bleiben, ist sich mit Haken im Zickzack und kleinen Sprüngen hinter das nächstbeste Objekt zu retten.

Zombies bieten für geübte Spieler im Einzelkampf keine große Herausforderung. Mit einem Speer lässt sich ein Untoter spielend leicht auf Distanz halten, ohne dabei mit dem Lärm einer Schusswaffe mögliche Verstärkung zu alarmieren. Dabei ist wichtig, dass ihr mit dem dritten oder vierten Schlag eines Speers, den Zombie ins Straucheln bringt, was euch eine kurze Verschnaufpause bietet – denn ihr könnt nicht dauerhaft auf den verwesten Genossen einprügeln, ohne dabei eure Ausdauer zu leeren und irgendwann nach Luft schnappend eure Angriffe abzubrechen. Genau in diesem Moment seid ihr am verwundbarsten.

Wildtiere © Devolver Digital

Daher also mit einem Speer drei- bis viermal den Untoten bearbeiten, kurz verschnaufen, wenn er fällt und sich erneut hochkämpft, um dann mit den letzten zwei bis drei Schlägen endgültig alles Leben aus dem Zombie heraus zu kloppen. Ebenfalls solltet ihr darauf achten, euch während des Kampfes zu bewegen und möglichst Distanz zum Untoten haben. Seid aber immer noch nah genug, um ihn mit dem Speer erreichen zu können. Mit dieser Taktik könnt ihr jeden Leichnam, der sich wagen sollte, euch anzuknurren, das Handwerk legen. Sollte aber mehr als ein Zombie auf euch losstürmen, wird die Sache etwas schwieriger. Die Taktik jedoch bleibt die gleiche. Achtet nur darauf, die Ausdauer im Blick zu behalten und verliert nach ein paar Treffern an euch nicht direkt die Nerven oder die Kontrolle. Der Schaden hält sich in Grenzen und ist nach dem Kampf problemlos mit Bandagen oder Medi-Kits wieder gerichtet.

Ebenfalls gefährlich sind die Wildtiere auf der Insel. Wildschweine und Ziegen laufen nicht vor euch weg, sondern versuchen euch im ersten Anlauf auf die Hörner zu nehmen, wenn ihr ihnen zu Nahe kommt. Nach diesem Angriff fliehen sie aber. Der Bär dagegen tritt pro-aktiv an euch heran, um euch seine Krallen näher zu bringen und sieht euch als Beute, die erlegt werden will. Generell gilt für die Jagd an Wildtieren: Die Schusswaffen sind am zuverlässigsten. Zwar kann mit einem Speer ebenfalls aus der Ferne attackiert werden, jedoch machen diese nicht genug Schaden, um im ersten Anlauf das Tier zu erlegen. Im Nahkampf zu jagen macht generell keinen Sinn.

Trinkwasser © Devolver Digital

Die Art zu sterben, die am meisten unterschätzt wird, ist die der Unterversorgung eures Körpers. Mängel an bestimmten Vitaminen, Nährstoffen und Mineralien lassen eure Performance schwächer werden. Ihr könnt dann nicht mehr so schnell rennen, schlagen, springen und vor allem töten oder fliehen. Egal wie gut ihr gegen Zombies oder andere Spieler kämpfen könnt, wenn ihr nicht auf euren Körper achtet, wird euch dieser im Stich lassen. Versucht daher Mangelerscheinungen frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Vergewissert euch vor dem Kampf, dass ihr Topfit seid.

Bewegung schadet nie – oder doch?

Schon einmal bei GTA Online von Norden bis in den Süden gelaufen? Die Karte ist ziemlich groß und ihr müsst sicherlich auch während des Laufens immer mal wieder auf die Ausdauerleiste achten. Ist diese im Keller, joggt die Figur etwas lockerer, um die Leiste wieder zu füllen und dann geht es munter weiter – bergauf, bergab, völlig egal. In SCUM könnt ihr genau das nicht so einfach machen. Lange Märsche enden häufig mit vollkommener Erschöpfung und lassen euch als leichte Beute zurück. Daher hier noch einmal der Tipp: Achtet auf eure Werte!

Überleben © Devolver Digital

Es gibt Ausdauer und Energie, die eure Leistungsfähigkeit bestimmen. Fallen beide Werte in den kritischen Bereich, werdet ihr ohnmächtig und seid eurer Umwelt schutzlos ausgeliefert. Dabei ähneln sich beide Werte in ihrer Funktion, werden aber unterschiedlich verbraucht. Die Ausdauer ist für die Bewegung des Spielers verantwortlich, während die Energie für den Zustand steht. Solltet ihr mehr Kalorien verbrauchen als zu euch nehmen, ist euer Energiehaushalt in einem Defizit und wird sich im Spiel bemerkbar machen.

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Die Ausdauer nimmt jedoch nur bei Bewegung und Aktionen wie Schlagen oder Springen ab und füllt sich bei Ruhephasen wieder auf. Wie schnell oder langsam eure Ausdauer abnimmt ist daher stark vom Umfeld und der Verfassung des Charakters abhängig. In drei Stufen kann sich eure Figur fortbewegen – gehen, laufen und rennen. Solltet ihr einen Berg hinaufrennen, kostet euch das sehr viel Ausdauer und führt zu einer zügigen Ermüdung, während das Laufen auf einem Gefälle sogar Ausdauer wiederbringt, statt es zu verbrauchen. Plant daher viele Pausen auf einem langen Weg ein und versucht es mit einer gleichmäßigen Bewegung. Ein Wechsel aus Rennen und Gehen wirkt sich negativ auf euren Körper aus und lässt euch mehr Energie verlieren, als dieselbe Strecke locker zu laufen.

Kampf unter Spielern © Devolver Digital

Aber Bewegung hat auch etwas positives. Im Gehen könnt ihr sehr gut hinterrücks an Wild oder Zombies heranschleichen. Bis an drei Meter kommt ihr locker heran. Sollte sich der Charakter jedoch im Blickwinkel des Zombies oder dem Wildtier befinden, werdet ihr natürlich früher entdeckt. Ach ja, bei Mechs klappt das Schleichen übrigens auch, aber wer will schon möglichst nahe an die Dinger rangehen wollen? Bewegt ihr euch jedoch laut an den Metallgiganten vorbei indem ihr rennt, zieht das natürlich die Aufmerksamkeit auf euch und ihr geratet dadurch schnell in das Kreuzfeuer der Höllenmaschinen.

Das Craften in SCUM ist gewöhnungsbedürftig

Denn es geht nicht so intuitiv von der Hand wie es vielleicht aus anderen Survival-Titeln bekannt ist. Dennoch steckt ein System dahinter, welches – einmal gelernt – sehr schnell und effektiv nutzbar ist. Zunächst einmal sind die Möglichkeiten des Craftings noch ein wenig begrenzt. Wir hoffen, dass da noch eine Menge mehr möglich sein wird. Beim Craften orientiert sich der Spieler automatisch an seinem Inventar und seiner Umgebung. Sollte also eine Zutat vor euch auf dem Boden liegen, muss sie nicht in die vielleicht bereits volle Tasche gesteckt werden, um sie beim Craften zu benutzen.

Das Inventar © Devolver Digital

Tatsächlich könnt ihr mithilfe einer Truhe sämtliche Zutaten einlagern und in der Nähe stehend Gegenstände herstellen, ohne mühsam das Inventar auf links zu drehen. Dabei zeigt euch das Logo des Rezepts stets an, ob ihr alle Zutaten dabei habt oder euch noch etwas fehlt. Mit gelben Schleier belegte Rezepte weisen auf eine fehlende Zutat hin, während rot beschleierte Rezepte nicht an diesem Ort gefertigt werden können. Hier wird ein Hilfsmittel wie beispielsweise ein Lagerfeuer benötigt, um das Rezept anzuwenden.

Das Klicken auf ein Rezept zeigt aber nicht nur an, was für den Gegenstand benötigt wird, sondern für welche weiteren Rezepte dieser Gegenstand verwendet werden kann. Somit lässt sich ein komplexer Gegenstand Stück für Stück auf seine Basiszutaten zurückverfolgen, was dem Spieler eine Menge Arbeit erleichtert. Dennoch gibt es Items, die für Spieler notwendig, aber nicht zu craften sind. Zum Beispiel sind Holzbretter nicht craftbar, gelten aber als hergestellter Gegenstand, um als Zutat verwendet zu werden. Was ist da los?

Die Wildnis © Devolver Digital

Vieles muss im Spiel aktiv gelernt werden. Die Holzbretter werden in SCUM durch Baumstämme hergestellt, für die vorher ein Baum gefällt werden muss. Diese Aktion wird erst durch Rechtsklick auf einen Baumstamm sichtbar, wenn eine Axt oder ein ähnlicher Gegenstand ausgerüstet ist. Auch das Nachladen einer Waffe gestaltet sich beim ersten Anlauf als kompliziert. Eine Waffe muss über das Inventarmenü nachgeladen werden. Dabei gibt es drei Komponenten: Die Waffe selber, das Magazin und die Kugeln. Ihr müsst eigenständig die Kugeln aus dem Platz im Inventar in ein Magazin ziehen. Das Magazin muss sich ebenfalls im Inventar befinden.

Sobald ein Magazin befüllt ist, muss die dafür vorgesehene Waffe in eurer Hand sein. Das Magazin zieht ihr dann auf den Ausrüstungsplatz unter der Waffe. Selbes Prinzip gilt für Aufsätze wie Jagdvisiere, die vorher einer Schiene für den Waffentyp bedürfen, bevor sie auf die Waffe montiert werden können. Auch eine Dose mit Essen, kann nicht einfach mit Fingernägeln aufgekratzt werden. Ein Messer oder Dosenöffner als auch die entsprechende Dose muss hierbei selektiert werden (roter Rahmen um das Item), um dann mit einem Rechtsklick auf das Lebensmittel mit “open” zu öffnen.

Unterschiedliche Spielweisen auf der Spielwiese

Nachtlager © Devolver Digital

Im Grunde kann das Überleben auf der Insel mit mehreren Herangehensweisen gemeistert werden. Ihr könnt euch in die Wälder schlagen und dort alles zum Leben finden, was ihr braucht. Es muss keine Stadt geplündert oder Zombies verdroschen werden, um einen stabilen Häftling hervorzubringen. Hierbei sei gesagt: vom Zustand stabil. Gegen eine AK-47 hilft auch kein Steinspeer. Daher ist lediglich die Herangehensweise an die Spitze der Nahrungskette variabel, aber im Endeffekt führen alle Wege nach Rom.

Dieser sieht nämlich vor, mit der bestmöglichen Bewaffnung und der besten Rüstung sich mit den richtigen Lebensmitteln am Leben zu halten. Ihr könnt mit leeren Taschen in einen Bunker schlüpfen und komplett ausgerüstet wieder herauskommen und müsst euch nur noch auf Essen und Kugeln konzentrieren. Manche looten Stadt für Stadt, um genau das gleiche zu erreichen. Oder ihr bleibt im Wald zwischen Ästen und Steinen und freut euch eures Lebens – ist auch ganz lustig.

Doch nehmen wir mal ein Praxisbeispiel und spielen die ersten fünf Minuten von SCUM einmal durch:

Der Kampf beginnt

Berglandschaft © Devolver Digital

Indem ihr aufwacht und euch auf einem zufälligen Punkt auf der Insel befindet. Als erstes solltet ihr auf eure Füße herabschauen, denn falls ihr euch in einem Wald befindet, könnt ihr auf dem Boden nach Steinen suchen. Sobald ihr zwei kleine Steine gefunden habt, könnt ihr ein Steinmesser craften. Hurra! Damit habt ihr ein Universalwerkzeug für fast alles bekommen. Als nächstes stürzt ihr euch auf den nächsten wehrlosen Busch und haut ihm die Zweige ab. Diese könnt ihr variabel einsetzen. Ich empfehle euch, einen Speer für unbeliebten Besuch zu craften. Mit dem Steinmesser und langen Ästen ist dies möglich. Danach solltet ihr noch einmal auf den Boden blicken und nach großen Steinen suchen. Diese können nämlich den Steinkopf einer Axt bilden, die ihr für euer erstes richtiges Werkzeug brauchen werdet. Danach stehen euch keine Bäume mehr im Weg und ihr habt die Möglichkeit, Waffen zu bauen und Truhen zu zimmern.

Der erste Grundstein ist gelegt! Die für euch wichtigste Zutat aber sind nun Lumpen, die für provisorische Rucksäcke benötigt werden, um mehr mit euch zu führen. Lumpen erhaltet ihr durch das Zerteilen von Kleidung. In Städten, Häusern oder von Zombies erhaltet ihr Kleidungsstücke, die ihr zu Stofffetzen oder Lumpen verarbeiten könnt. Zusätzlich könnt ihr einen Zombie auch in seine Einzelteile zerlegen, um aus den Knochen Nadeln zu machen und mit dem Fleisch euren Eiweiß Spiegel zu heben – ja ich weiß, ziemlich ekelig. Mit Kleidung, Waffen, Rucksäcken und Lebensmitteln am Körper seid ihr nun einen entscheidenden Schritt weiter gekommen.

Verlassene Stadt © Devolver Digital

Es bleibt nun an euch, ob ihr wertvolle Ausrüstung wie Schutzwesten, Militärklamotten und Schusswaffen in Städten, Bunkern oder anderen Militäranlagen suchen wollt. Hütet euch dabei vor den Mechs und bedenkt dabei stets, dass euer Zustand sich auf die Performance der Figur auswirkt. Bedenkt diese Tipps und ihr habt eine gute Basis geschaffen, um auf der Insel am Leben zu bleiben.

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