Pokemon Lets Go – Das Spiel, das wir uns für die Switch gewünscht haben?

Lange bevor Pokémon Let’s Go Pikachu und Let’s Go Evoli angekündigt wurden, brodelte die Gerüchteküche rund um einen möglichen Teil für die Nintendo Switch. Am 16. November ist es nun endlich soweit und Game Freak schickt uns das erste Mal auf einer Heimkonsole auf die Reise durch die Pokémon-Welt.

Große Vorfreude

Seitdem ich zu Weihnachten 1999 einen Game Boy Color zusammen mit Pokémon Rot bekommen habe, bin ich ein großer Fan der Pokémon-Reihe! Besonders in die Spiele der Game Boy-Ära habe ich unzählige Spielstunden gesteckt. Und ich habe mir immer gewünscht mit meinen Lieblings-Taschenmonstern auf dem großen Fernseher zu spielen. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass die neuen Pokémon-Spiele auf die Nintendo Switch kommen. Unter anderem auch, weil die Pokémon-Spiele der siebten Generation für den Nintendo 3DS mich nicht mehr so abgeholt haben.

Rückkehr zu den Anfängen

In Pokémon Let’s Go startet ihr euer Abenteuer in Alabastia. © Nintendo

Lange wurde gerätselt, was wie die neuen Pokémon-Spiele werden. Wird es die achte Generation oder bekommen wir ein Remake zu Diamant, Perl und Platin? Tatsächlich war es aber meine favorisierte Theorie: Wir werden erneut in die Kanto-Region geschickt! Bei Pokémon Let’s Go Pikachu und Let’s Go Evoli handelt es sich um eine Art Remake der Pikachu Edition, die vor 20 Jahren in Japan erschienen ist. Diese Entscheidung seitens Game Freak stößt aber nicht nur auf Freude unter den Fans. Von vielen Seiten heißt es: “Schon wieder die Kanto-Region?”. Zumal auch wahrscheinlich keine neuen Areale, wie damals in Feuerrot und Blattgrün die Sevii-Inseln, hinzukommen.

Pokémon Go-Integration – Fluch und Segen zu gleich

Das Fangsystem wurde aus Pokémon Go übernommen. © Nintendo

Mit den ersten Teilen auf der Switch erhält die Reihe auch einige Features aus dem Mobile-Phänomen Pokémon Go. Das neue Fangsystem ist nämlich eben jenes aus Pokémon Go. Ihr könnt per Bewegungssteuerung die unterschiedlichen Pokémon fangen. Jedes gefangene Pokémon gibt Erfahrungspunkte. Dies bedeutet aber auch, dass es leider keine Kämpfe mehr gegen wilde Pokémon gibt. Pokémon werden nur noch durch wiederholtes Fangen trainiert. Das Training wird aber auch nicht großartig von Nöten sein.

Der neue Go-Park ersetzt die Safari-Zone und bietet die Möglichkeit, die in Pokémon Go gefangenen Taschenmonster auf die Nintendo Switch zu übertragen. Ich persönlich finde es schade, dass die Safari-Zone nicht mehr im Spiel dabei ist und wir im Go-Park mit kleinen Minispielen darüber hinweggetröstet werden sollen.

Das beste Feature, welches aus Pokémon Go übernommen wurde ist zweifelsohne das Erscheinen der Pokémon auf der Overworld! Dies lässt die Welt unglaublich lebendig wirken. Aber nicht nur wilde Pokémon sind in der Welt sichtbar. Uns können wie in Pokémon Gelb, Heart Gold und Soul Silver die Pokémon wieder hinterherlaufen. Dabei könnt ihr auf einigen von ihnen sogar durch die Landschaft reiten!

Schöne Atmosphäre

Ihr könnt auf großen Pokémon reiten. © Nintendo

Und wo wir schon mal bei der Landschaft sind, kommen wir doch gleich mal auf die Grafik und den Soundtrack zu sprechen. Die Grafik des Spiels ist jetzt nicht überragend gut, aber sie hat doch einen gewissen Charme. Sie lässt die Kanto-Region in ganz neuem Glanz erstrahlen. Besonders hervorheben möchte ich bei der Atmosphäre den wunderschönen Soundtrack des Spiels! Hier merkt man den Unterschied in der Leistung der Switch im Vergleich zum Nintendo 3DS deutlich. Denn mit dem orchestralen Soundtrack holt mich die Musik unfassbar gut ab und ist für mich eines der Highlights des Spiels! Beim Lavandia-Theme hatte ich im Vorfeld etwas Sorge, dass dieses zu freundlich ausfallen könnte. Aber auch dieses Theme hat mich nicht enttäuscht und vermittelt eine passend gruselige Stimmung für Lavandia.

Schwächen im Kampfsystem

2 gegen 1 Kämpfe mit eurem Koop-Partner. © Nintendo

Der wohl größte Kritikpunkt ist das Kampfsystem in Pokémon Let’s Go. Denn mit dem Verlust der Fähigkeiten, der Möglichkeit Pokémon mit Items auszurüsten und der Wettereffekte sinkt der strategische Tiefgang des Spiels. Auch die Tatsache, dass wir nur 151 Pokémon zur Auswahl haben, macht es nicht besser. Einerseits kann ich mein Lieblings-Pokémon Nachtara nicht spielen und anderseits wird dadurch die Varianz der Pokémon-Teams in den Online-Kämpfen stark eingeschränkt. Mit den Mega-Entwicklungen, den unterschiedlichen Wesen und dem DV/EV-System haben wir immer noch verschiedene Parameter, mit denen wir unser Team perfektionieren können.Der Verlust der oben genannten Dinge wiegt dennoch schwer.

Einen hohen Schwierigkeitsgrad dürfen wir in den neuen Spielen auch nicht erwarten. Gleich in der ersten Arena werden wir dazu gezwungen ein Pflanzen- oder Wasserpokémon vorzuzeigen, damit wir überhaupt den Arenaleiter herausfordern dürfen. Da diese beiden Typen im Vorteil gegenüber den Gesteins-Pokémon in dieser Arena sind, wird es uns doch recht einfach gemacht. Auch der neue Koop-Modus ist zu einfach, da wir immer mit zwei Pokémon gegen einen Gegner kämpfen. Erst nach der Pokémon-Liga erwarten uns mit den sogenannten Meister-Trainern, Rot, Blau und Grün starke Trainer.

Fazit

Grundsätzlich freue ich mich auf die Spiele, weil die Musik, Grafik und die lebendige Overworld eine wirklich tolle Atmosphäre verbreiten. Allerdings musste ich diesmal wirklich überlegen, ob es sich lohnt die Spiele zu kaufen. Die Abstriche im Kampfsystem haben mir überhaupt nicht gefallen.

Für die achte Generation wünsche ich mir die Rückkehr der genannten Features im Kampfsystem und einen etwas höheren Schwierigkeitsgrad, gerne auch einen wählbaren Schwierigkeitsgrad, damit Anfänger und Veteranen gleichermaßen bedient werden können. Außerdem erwarte ich, im Vergleich zu Let’s Go, einen Grafiksprung für die achte Generation. Die Grafik macht zwar einen stimmigen Eindruck, aber sie sieht halt auch nur wie die Grafik der 3DS-Titel in HD aus.

Beim Fangsystem hätte ich gerne das Bekämpfen der wilden Pokémon zurück, so dass man die Pokémon wieder schwächen oder paralysieren muss, um sie besser fangen zu können. Beim Fangversuch kann dann gerne das Werfen per Bewegungssteuerung wieder zum Einsatz kommen, denn ich denke, dass dies eine gute Entscheidung ist die Features der Joy-Con-Controller im Spiel zu implementieren.

 

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