Metro Redux – Die Neuauflage im Test!

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Seit letzter Woche ist das Paket Metro Redux (Metro 2033 Redux und Metro Last Light Redux) von 4A Games im Handel erhältlich. Was bringt die Neuauflage für PS4, Xbox One und den PC? Ich hab mich mal drangesetzt und mir beide Teile, sowohl die alten und auch die Neuauflagen genauer angesehen und den Vergleich gemacht!

 

Unterschiede

Zuerst sollte man sich klarmachen ob man das gesamte Paket braucht oder, als Metro-Veteran, doch nur ein Spiel von beiden? Denn der Vorteil: Man muss sich nicht zwingend das Paket, also beide Spiele, kaufen sondern kann sich auch für eines der beiden Entscheiden. Doch fangen wir erstmal von vorn an: Metro 2033 Redux ist technisch der Weitsprung nach vorn aus der Metro Reihe. Wenn man als Veteran das Original gespielt hat und dann mit Redux anfängt merkt man eigentlich sofort nach nur wenigen Sekunden was für ein Unterschied zum Original zu betrachten ist. Sei es im Bereich Grafik, die mal abgesehen nicht nur besser aussieht sondern auch um einige Areale erweitert wurden oder der Sound der nun kräftiger klingt. Selbst an der KI wurde nochmals gearbeitet darunter weitere Verbesserungen im allgemeinen. Daher sind die Unterschiede von 2033 zur Redux-Version gigantisch und das Spiel ist, wenn man von der Grafik und den Spielewelt ausgeht, kaum wiederzuerkennen.

 

Gameplay

Das Gameplay stimmte damals bei 2033 schon und nun, durch die hinzugekommenen Features aus Last Light, stimmt es umso mehr. Eines der beliebtesten und am meist erwünschtesten Feature ist das man sich, wenn die Gas-Maske dreckig geworden ist durch Schlamm oder Blut, diese dann mit seiner Hand sauber wischen kann, was man dann an der Oberfläche durch Moskau laufend nur noch intensiver erlebt. Jeder Spritzer Dreck kann die Sicht auf den Feind behindern… und zum Tot führen. Doch der Lieblings Modus aus Last Light, der Ranger Modus, hat nun auch in 2033 Einzug gehalten und bringt eine noch größere Herausforderung. Unter Metro-Veteranen muss man z.B. nur Bibliothek sagen und die Nervosität steigt schon an, das Adrenalin, das durch die Adern schießt, verdoppelt sich mal eben. Bei Last Light hat sich am Gameplay kaum was geändert. Nur einzelne Bugs oder Störungen wurden entfernt, um das Spielerlebnis besser zu gestalten.

 

Grafik

Die Grafik ähnelt nun stark der von Last Light, doch haben die Jungs von 4A Games hier sich auch nochmal mehr ins Zeug gelegt und einige wichtige Änderungen an der neuesten Version der 4A Engine durchgeführt. Da wären zum einen die Texturen, die nun wesentlich schärfer bzw. feiner sind oder die Animationen der einzelnen Figuren. Von Artjom bis zum kleinen Kind das nach seiner Mutter schreit…
Es treibt einem einen kalten Schauer über den Rücken wenn man immer tiefer in die Welt von Metro eintaucht, wie glaubwürdig nun die einzelnen Charaktere in 2033 Redux rüberkommen. Es ist fast als hätte man sich ein neues Spiel gekauft und würde es zum ersten Mal Spielen. Egal ob man durch die Stationen schlendert und nach neuer Ausrüstung schaut oder durch die Tunnel läuft und hinter jeder Ecke ein Mutant warten kann, um dir das Leben zu nehmen. Die Atmosphäre ist intensiv und durch die Redux-Version umso spannender. Bei der Last Light-Version hingegen sieht man es weniger und es ist grafisch fast dasselbe Spiel. Nur die einzelnen Neuerungen an der Engine bieten ein flüssigeres Spielerlebnis und einzelne Effekte wurden verfeinert.

 

Sound

Der Sound ist, in beiden Titeln, nach wie vor überragend und sehr intensiv. Ob man durch die Metro-Stationen läuft und den einzelnen Bewohnern lauscht oder durch die Tunnel schleicht und in der Ferne Schreie von Mutanten oder Menschen hört. Was einem Soundtechnisch in beiden Titeln geboten wird ist einfach überragend und kaum mit anderen Spielen zu messen. Der Soundtrack stimmt, die Straßenmusiker spielen schöne Lieder und die Sounds der einzelnen Mutanten passen einfach hervorragend und hören sich gewaltig an.

 

Fazit

Es gibt wohl nur 2-3 Dinge die einen wirklich in Metro Redux stören können. Im Ersten, sowie zweiten Teil, gibt es ab und an, zwar nicht oft, aber markant, KI-Aussetzer. Diese stören zwar nicht gewaltig aber wenn die Mutanten in einer Gruppe angreifen und einige einfach stehen bleiben für 3-5 Sekunden, ohne irgendwelche Reaktionen, so kommt das doch sehr seltsam rüber. Das zweite, das bezieht sich auch auf beide Teile, sind die aufgesetzten Russischen Akzente. Zwar sind sie gut gemacht aber an mancher Stellen hört man es einfach raus und dies kann doch ab und an der Atmosphäre, vor allem in Cutscenes, stören. Das dritte bezieht sich nur auf Last Light, es geht um Artjom selbst. Nämlich um seine Stimme: Diese hört sich, wie im ersten Teil, jung und unerfahren an was ja technisch nicht sein kann, wenn man Mitglied beim berüchtigten Sparta-Orden ist. Aber wenn man diese Kleinigkeiten mal weglässt, hat man eine Neuauflage die nicht nur Technisch genial, sondern auch vom Preis her unschlagbar ist. Denn für das Paket Metro Redux möchte man gerade mal 39,98 € haben. Der Knüller ist jedoch: Bei Last Light Redux sind alle DLC´s enthalten.

Und da man es in bewegten Bildern noch besser sehen kann, ist hier ein Video-Review von uns:

9.5 Genial!

Um es nochmal deutlich zu sagen: SO sollte eine Neuauflage sein! Für den Kampfpreis von 39,98 für beide Spiele + alle DLC´s bekommt man ein geniales Paket für alle Metro-Fans und die die es werden wollen!

  • Technik 9
  • Grafik 10
  • Sound 9,5
  • Gameplay 10
  • Wertung (3 Votes) 8.5

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