Anna’s Quest – Test / Review [PC]

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Mit Anna’s Quest haben Daedalic Entertainment ein neues Game des Genres Point and Click auf den Markt gebracht und ich habe damit meine Jungfräulichkeit in diesem Genre verlieren dürfen. Mir bot sich eine spannende Geschichte um ein an sich recht unschuldiges und behütetes Mädchen, das die Welt wegen eines tragischen Vorfalls entdecken muss.

Gameplay & Story
Für alle Point & Click-Neulinge bietet dieses Spiel mit dem ersten Kapitel auch direkt ein gelungenes Tutorial. Hier ist sozusagen die Devise „learning by doing“ und dabei wird alles sehr schön erklärt.
Bevor das Spiel so richtig startet, bekommt man erst einmal Hintergrundwissen durch eine sehr schöne Geschichte. Viele Jahre lebte Anna bei ihrem Opa geschützt vor sämtlichen Gefahren, doch als dieser eines Tages urplötzlich schwer erkrankt, muss Anna sich aus dem sicheren Umfeld entfernen und hinaus in die Welt, vor der ihr Großvater sie immer bewahren wollte. Kurz nach ihrem Aufbruch, wird sie von einer bösen Hexe entführt und in ein Zimmer eingesperrt. Hier beginnt unser Part und das eigentliche Spiel – und sofern man will das Tutorial.

Obwohl die Schritte und Möglichkeiten gut erklärt sind und auch die Geschichte nicht außer Acht gelassen wird, gab es in diesem Teil für mich einige Momente bei denen ich nur dachte „Wtf… Warum geht das jetzt nicht?“. Diese wurden nach einigem Rumprobieren aber schnell gelöst und es gab schließlich mit Annas Flucht das erste Erfolgserlebnis. Ein Nachteil sind hier die Kombinationsmöglichkeiten von diversen Gegenständen, bzw. der Zeitpunkt ab wann Gegenstände erst kombinierbar oder nutzbar sind. Dies bedeutet zum Beispiel, dass man Gegenstände, die man schon eine Weile im Inventar mit sich rumträgt und gern direkt zusammenfügen möchte, erst ab einem gewissen Handlungspunkt kombinieren kann – sofern man dann noch daran denkt.

Es gibt – allein durch die Hotspots, die man sich zeigen lassen kann – relativ offensichtliche Rätsel, aber auch solche, bei denen man erst einmal um 100 Ecken denken musste. Hotspots sind kleine Hilfen, hinter denen sich Geheimnisse und nützliche Dinge für den Verlauf der Geschichte befinden. Ein kleines Highlight haben die Entwickler für alle Erfolgsjäger eingebaut. Denn Erfolge kann man in Anna’s Quest auch sammeln.

Anna's Quest Review Deadalic Entertainment Point and Click Adventure Game

Anna’s Quest im Comic Stil

Grafik
Die Grafik von Anna’s Quest ist wie schon in vielen anderen Spielen von Daedalic Entertainment im Comicstil gehalten. Die Figuren und Animationen wurden mit sehr viel Liebe gearbeitet, was wiederum sehr gut zur Geschichte passt. Dies beginnt bei den Zwischenszenen und geht bis hin zur Handlung.

 

Sound
Bei den Sounds weißt Anna’s Quest für mich einen  kleinen Nachteil auf: Die Sprachausgabe ist lediglich auf Englisch verfügbar. Zwar gibt es deutsche Untertitel doch lenkt es schon etwas ab, wenn man sich sowohl auf das gesagte als auch auf den Text konzentrieren soll. Das ist natürlich nicht unüblich, für alle die Englisch verstehen, empfehle ich aber trotzdem den Untertitel auszublenden. Die Musik ist passend zu den jeweiligen Kapiteln gewählt, wodurch in der Geschichte auch eine angenehme Atmosphäre geschaffen wird.

Fazit
Mein Fazit für das Point & Click Anna’s Quest von Daedalic Entertainment ist Alles in Allem ein positives. Da es mein erstes Spiel dieser Art war, hatte ich nur eine vage Vorstellung, was mich erwarten würde. Das Tutorial hat mich gut in die Materie hineingeführt und alles wichtige erklärt. Auch war die Geschichte in Anna’s Quest ansprechend und mitfühlend. Schade ist in meinen Augen nur, dass die Textausgabe auf Englisch und nur der Untertitel – sofern gewünscht – auf Deutsch ist. Nehmen wir das als gutes Englisch-Training und ich habe nichts mehr zu nörgeln. Die Macher haben mit Anna’s Quest ein Spiel für jung und alt geschaffen.

Anna’s Quest gibt es bei Amazon für unter 30€ oder für knapp 20€ bei Steam als Download.

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