Auf der gamescom bei Bandai Namco

Bandai Namco hatte mehrere vielversprechende Titel mit auf die gamescom mitgebracht. Allen voran wurde One Piece World Seeker und Jump Force erwartet. Auch Geralt von Riva in Soulcalibur 6 erweckte großes Interesse. Ob die Spiele ihrem Ruf gerecht werden konnten, lest ihr hier.

Jump Force

One Piece, Bleach, Dragon Ball und Naruto in einem Spiel. Klingt für einen Anime-Fan erstmal gar nicht so schlecht! Vor allem, wenn ihr mit eurem Lieblingscharakter gegen die anderen kämpfen könnt. Manch einer mag sich von euch beschweren, dass Son Goku und Co. nicht wie im Anime aussehen, aber dafür ist der Spielspaß umso größer.

Die Steuerung ist einfach gehalten und gewährt einen schnellen Einstieg. Die Charaktere besitzen ihre jeweiligen Spezialattacken, die hübsch animiert wurden. Einen Story-Modus gab es nicht zum Testen.

Der einzige Negativpunkt, den ich persönlich habe, ist, dass ihr mit drei Kämpfern antreten müsst. Das fand ich schon bei Dragon Ball FighterZ wenig ansprechend. Insgesamt hat das Spiel aber einen soliden Eindruck gemacht und bietet Potential, um noch mehr Anime-Franchises zu integrieren.

Soulcalibur 6

Soulcalibur war und ist eine Institution, wenn es um Kampfspiele geht. Auch im sechsten Teil sind die bekannten Elemente wieder vorhanden: Ein umfangreicher Story-Modus, Erstellung eines eigenen Kämpfers und die ikonischen Kämpfer. Eine Neuerung, die mir besonders gefallen hat, ist der Kämpfer Geralt von Riva.

Ich ließ es mir nicht nehmen und kämpfte mich mit Geralt durch die Welt von Soulcalibur. Die Steuerung ist wie gehabt intuitiv. Geralt als Kämpfer macht unfassbar Spaß! Vor allem als Fan der Witcher-Reihe. Leider zog ich in einem internen Duell mit dem NerdStar-Soulcalibur-Profi den kürzeren.

Keine Lust auf Prügelspiele? Wie wäre es mit ein paar Rollenspielen aus dem Hause Deep Silver?

One Piece World Seeker

Ein One Piece Open-World-Titel, der gut ist. Das ist die Hoffnung aller Fans. Die Informationen, die schon bekannt sind über den Titel versprechen bislang auch ein interessantes Spiel. Zusätzlich wurde auf der gamescom bekannt, dass die Strohhutbande als Support jederzeit zur Verfügung steht. In der Präsentation war zu sehen, dass Ruffy von der Marine in ein Gefängnis über den Wolken gebracht wurde. Dieser Ort soll im Spiel auch betretbar sein.

Leider konnte ich aus technischen Gründen das Spiel nicht anspielen und muss mich mit der Präsentation zufrieden geben. Das gezeigt Material aus dem Spiel macht auf jeden Fall Lust auf mehr!

Wenn ihr euch selbst von dem Material überzeugen wollt, hier der Trailer:

Ace Combat 7

Ace Combat ist kein reines Flugzeugspiel. Wie die Entwickler versicherten, wurde viel mehr Story in das Spiel gebracht. Grob geht es um Trigger, ein ehemaliger Verbrecher, der seine Strafe dadurch begleicht, dass es Kanonenfutter in waghalsigen Missionen ist. Der Trailer schaute sich in der Tat wie ein Actionfilm. Liebe, Drama, Explosionen. Alles war dabei!

In dem Hand-on konnte man eine Mission spielen. Ich musste bestimmte Objekte abschießen und vorwiegend als Ablenkung für den Feind dienen. Zur Auswahl standen mir drei Jets, die ich personalisieren konnte und mit verschiedenen Raketen bestücken konnte. Von der Story habe ich beim Spielen nicht viel gesehen.

Beim Anspielen konnte ich jetzt keine Besonderheit finden, die Ace Combat total von anderen spielen dieses Genres unterscheidet.

11-11: Memories Retold

Ein Krieg, zwei Schicksale. So in etwa lässt sich 11-11: Memories Retold beschreiben. Selbstredend ist der Inhalt viel tiefgründiger:

Der junge Harry verlässt Kanada Richtung Europa, um an der Front des ersten Weltkrieges als Fotograf zu arbeiten. Er möchte seiner Liebsten imponieren in der Hoffnung ihr Herz dadurch zu gewinnen. Auf der anderen Seite gibt es Kurt. Er arbeitet als Ingenieur in einer Zeppelinfabrik und macht sich auf seinen vermissten Sohn zu finden. Im Laufe der Geschichte treffen die beiden aufeinander.

Die Inszenierung der zugegebenermaßen schwierigen Geschichte ist der Hauptpunkt des Spiels. Die Grafik erinnert an ein bewegtes Ölgemälde. Für die Synchronisation wurden sich Elijah Wood und Sebastian Koch als Sprecher geholt.

Das Spiel soll zum Nachdenken anregen und wird weniger unterhalten. In der Präsentation konnte ich mich dem Geschehen nicht wirklich hingeben, da so eine Geschichte eher in aller Ruhe durchlebt werden sollte.

Etwas irritiert hat die Grafik, da vieles sehr verschwommen wirkte und mich eher störte. Dennoch sehe ich 11-11: Memories Retold als einen guten Titel an, der eine Geschichte erzählt, die erzählt werden sollte.

Twin Mirror

Ein interessanter Titel, dem ich mich leider nicht lang genug widmen konnte. Es geht um Sam, der nach einigen Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt, um der Beerdigung seines besten Freundes beizuwohnen. Eines Morgens wacht er völlig verkatert in einem Hotelzimmer auf und entdeckt ein blutverschmiertes Hemd im Badezimmer. Jetzt gilt es für Sam herauszufinden was passiert ist.

Das Spiel führt euch immer wieder in die Erinnerungen von Sam. Diese werden durch den sogenannten Safe Palace symbolisiert. Beim Anspielen war es meine Aufgabe in diesem Safe Palace nach Hinweisen zu suchen, die in der Realität die Geschehnisse rekonstruieren. Wir erfahren zu Beginn, dass Sam eine zweite, wildere Persönlichkeit besitzt. Im Verlauf des Spiels stoßen wir immer wieder auf die Entscheidung, ob wir dieser Persönlichkeit trauen sollen oder uns auf unser Urteil verlassen sollen.

Der Stil des Spiels ist gut und setzt das Thema der multiplen Persönlichkeit gut um.

The Dark Pictures Anthology

Auf der gamescom hat Bandai Namco noch The Dark Pictures Anthology vorgestellt. Es handelt sich um eine Reihe von Videospielen, die sich in dem Genre Horror bewegen. Jedes Spiel steht für sich alleine und soll sich mit Urban Legends beschäftigen. Ungefähr zwei Spiele sollen pro Jahr in dieser Serie erscheinen.

Den Anfang macht Man of Medan. Vier junge Menschen machen sich mit dem Boot auf, um ein altes Wrack aus dem zweiten Weltkrieg zu finden. Auf hoher See zieht ein Sturm auf und es geschehen seltsame Dinge.

Ihr erlebt den Horror aus der Sicht der Figuren und müsst Entscheidungen treffen, die über das Überleben der anderen Charaktere entscheiden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, so dass ihr das Spiel das ein oder andere Mal durchspielen könnt.

2019 soll Man of Medan erscheinen.

Fazit

Bandai Namco hat eine gute breite an Spielen vorgestellt. Am meisten überzeugt haben Soulcalibur 6 und Jump Force. Trotzdem sollte man auch Spiele wie Twin Mirror und 11-11 nicht unterschätzen. Mit The Dark Pictures Anthology hat Bandai Namco ein interessantes Projekt ins Leben gerufen. Sicherlich findet das ein oder andere Spiel aus der Reihe Einzug in unseren Horror-Slot.

Das ganze Line-Up nochmal im Video zusammengefasst:

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