The Eccentric Family – Verwandschaft sucht man sich nicht aus

Universum Anime hat sich die Lizenz für The Eccentric Family gesichert und die erste Staffel in zwei DVD- und Blu-ray-Volumes veröffentlicht. Ursprünglich erschien die Serie schon 2013 und adaptiert einen Roman von Tomohiko Morimi. Da der Anime jetzt mit deutscher Synchronisation verfügbar ist, habe ich mir das zum Anlass genommen, diesen etwas genauer anzuschauen.

Alltag trifft auf japanische Mythologie

In der modernen Stadt Kyoto leben Menschen, Tanuki und Tengu in einem fragilen Gleichgewicht. Tengu leben in der Luft, Menschen bewohnen die Stadt und die als Formwandler bekannten Tanuki beherrschen den Boden. Die Serie befasst sich mit den Erlebnissen der Shimogamo-Familie, einer einst hoch angesehenen Tanuki-Familie. Speziell geht es um den dritten Sohn der Familie Yasaburou Shimogamo und seinen Alltag.

The Eccentric Family

Jeder Charakter ist auf seine Art besonders.(©Tomihiko Morimi, GENTOSHA / Uchoten-Kazoku Committee)

Nachdem sein hochverehrter Vater Souchirou, Oberhaupt der Tanuki Gemeinde, von dem sogenannten menschlichen Freitagsclub aufgegessen wurde, gerät das Gleichgewicht ins Wanken und ein neuer Anführer muss her. Wenig begeistert von diesem Schicksal, strebt Yasaburou nur ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Leben an. Als Mensch verwandelt, trinkt er lieber und hat nur Flausen im Kopf. Besonderen Kontakt pflegt er zum alten Tengu-Meister Akadama, den er regelmäßig versorgt, und dem mysteriösen Menschenmädchen Benten. Benten, die von Akadama das Fliegen gelernt hat, ist selbst Mitglied des Freitagclubs.

Die Komödie von Leben und Tod

Während der Beginn der Serie sich durch seine Leichtigkeit und einer losen Geschichte auszeichnet, gewinnt das Ganze im Verlauf einen roten Faden. Ernste Themen wie Intrigen, Tod, Liebesdramen oder Machtkämpfe werden stehts unbekümmert von den einzelnen Charakteren behandelt. Während Yasaburou offen im Freitagsclub über sein Tanuki-Dasein spricht, versucht er eigentlich, nicht im Eintopf zu landen.

Der Anime nimmst sich und den Ernst des Lebens in keiner Passage zu ernst. Viele Charaktere wecken Sympathie und Interesse. Besonders aufgefallen ist der Professor Hotei. Als Mitglied des Freitagsclubs ist er jedes Jahr dabei, wenn ein Tanuki-Eintopf verspeist wird. In der Gegenwart von Yasaburou allerdings spricht er ganz offen über seine Zuneigung und Faszination für Tanukis.

Ein weiteres Mitglied ist der Meinung, dass man nicht immer Tanuki essen müsse, da andere Dinge noch leckerer schmecken. Und obwohl man den Freitagsclub als eine Art Bösewicht sehen möchte und auf der Seite der Taunkis stehen möchte, wirken die Mitglieder nicht bösartig. Die einzelnen Charaktere der Serie haben eine merkwürdige Art, die aber selten ins Negative geht.

Eine Familie zum Liebhaben

Einst war Benten Schülerin von Akadama. (©Tomihiko Morimi, GENTOSHA / Uchoten-Kazoku Committee)

Die Unbekümmertheit der Charaktere und ihre zum Teil schrullige Art machen meiner Meinung nach die Serie aus. Jedes einzelne Mitglied der Shimogamo-Familie hat seine eigene Macke, das es sympatisch macht! Da alle Personen so verschiedenen sind, ist es leicht sich seinen Sympathieträger auszusuchen. Ernste Themen werden viel zu oft ernst behandelt und hinterlassen am Ende Unwohlsein. The Eccentric Family geht einen anderen Weg und verarbeitet das Zusammenleben der drei Gruppen und die damit einhergehenden Probleme auf eine komödiantische Art und Weise. Allerdings kann das manchmal auch befremdlich wirken, wenn die Charaktere sich ungewohnt in einer ernsten Situation verhalten. Lasst ihr euch aber darauf ein und nehmt das Thema selber nicht zu ernst, erhaltet ihr eine hübsche und fantastische Geschichte über eine tatsächlich exzentrische Familie, die irgendwie versucht dem Alltag in dieser Welt zu trotzen und nicht gegessen zu werden!

Der Trailer zur Serie:

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