Kokkoku: Moment für Moment – Kein Zeitdruck dank Stasis

Zeit ist ein wertvolles Gut! Was wäre, wenn wir die Zeit anhalten könnten, um unsere Pflichten zu erledigen und danach wieder in den Alltag zurückkehren könnten? In Kokkoku – Moment für Moment besitzt eine kleine Gruppe von Menschen diese Fähigkeit. Die Serie zeigt uns, dass dies nicht unbedingt ein Segen sein muss. Was euch in diesem Anime erwartet, lest ihr hier.

Der Anime handelt von der jungen Juri Yukawa. Ihr Leben und das ihrer Familie läuft alles andere als optimal. Juri läuft von einem erfolglosen Bewerbungsgespräch zum nächsten, während ihr Bruder nur vor der Konsole hängt und ihr arbeitsloser Vater tagsüber Alkohol trinkt. Als ihre alleinerziehende Schwester sie bittet den Sohn vom Kindergarten abzuholen, schickt Yuri ihren Bruder los, damit er mal vor die Tür kommt. Tragischerweise werden Yuris Bruder und ihr Neffe auf dem Heimweg entführt und ihre Familie um ein Lösegeld erpresst.

Tsubasa und Makoto werden auf dem Heimweg entführt. ( © Geno Studio)

Ohne Aussicht das Geld in so kurzer Zeit zusammenzutragen, weiht der Großvater Yuri und ihren Vater in ein altes Familiengeheimnis ein: Die Familie Yukawa besitzt seit Generationen einen Stein, mit dem sie die Zeit anhalten kann. In der eingefrorenen Welt machen sich Yuri, ihr Vater und ihr Großvater auf den Weg die beiden Entführten zu retten. Bevor ihr Plan gelingen kann, stellen sie fest, dass sie nicht die einzigen sind, die die sogenannte Stasis aktivieren können.

Frisches Setting mit viel Spielraum

Der gesamte Anime spielt in der eingefrorenen Stadt. Es gibt keine großen Ortswechsel, was die Handlung dadurch verständlicher werden lässt. Solch ein “Zeitmanipulations-Setting” wurde bislang noch nicht so oft gebraucht und lässt die Geschichte daher frisch wirken. Als Gegenspieler der Familie Yukawa dient ein Kult, der mit allen Mitteln den Stein aus dem Besitz der Familie entreißen möchte. Das erscheint recht schnell sinnvoll, da der Besitzer dieses Steins jede Menge Macht erlangen kann.

Die Zeitenwandler sorgen für Recht und Ordnung in der Stasis. ( © Geno Studio)

Junji Sagawa, der Anführer des Ordens, hat einige Söldner angeheuert, um mit ihnen nach Yuri und dem Stein zu suchen und mit seiner Macht eine bessere Welt zu schaffen. So vielfältig das Einfrieren der Zeit erscheinen mag, wird direkt in der ersten Folge klar: Es gibt Regeln! Die sogenannten Zeitenwandler erscheinen immer dann, wenn jemand große Mordlust verspürt bzw. schon einen Mord in der Stasis verübt hat.

Folge für Folge mehr Durchblick

Währen wir anfangs noch nicht den vollen Durchblick in der Stasis haben, erfahren wir jede Folge mehr über den Ort, den Orden und die Geschichte der Stasis. Der Erzählstil wirkt oft trocken und deswegen manchmal langatmig. Trotzdem belohnt uns die Serie mit regelmäßigen Cliffhangern, die uns förmlich zum Weiterschauen zwingen!

Die Handlung in Kokkoku wird recht konstant ohne riesige Actioneinlagen erzählt. Wenn es denn mal zur Action kommt, ist diese auch gerne mal recht brutal. Dann lassen die Zeitenwandler Köpfe rollen! Das liegt vor allem daran, dass die Interaktion zwischen den Gegenspielern sehr taktisch geprägt ist. Keine Gruppe ist in der Stasis zu einem Angriff gezwungen. Schließlich gibt es in diesem Anime eine Sache in Hülle und Fülle: Zeit!

Die Erzählung besitzt einen kleinen Kritikpunkt. Meiner Meinung nach hätten ein paar Themen mehr in die Tiefe gehen können. Vor allem gegen Ende der Geschichte tut sich ein Feld auf, dass mindestens eine halbe Staffel Inhalt bieten könnte. Der Anime lässt erahnen wie viele verschiedene Herangehensweisen dieses Setting bietet. Aus diesem Grund bin ich etwas überrascht, dass Kokkoku nur 12 Folgen lang ist.

Sehr positiv im Gedächtnis geblieben ist mir der Hauptcharakter Yuri. Während sie in der Arbeitswelt von Erfolglosigkeit geplagt und verunsichert ist, blüht sie in der Stasis förmlich auf und fährt eine konsequente Linie in ihrer Handlung. Yuri hat von Beginn an einen Plan, den sie durchziehen möchte. Eine starke Anführerin verleiht dem Anime noch mehr Farbe!

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Fazit

Als ich von Kokkoku gelesen habe, wusste ich nicht so recht was ich erwarten kann. Ich hatte befürchtet, dass es eine unübersichtliche Zeitreisegeschichte wird, die voller Logikfehler ist. Ich bin froh, dass die Handlung nur in einem Moment der Stasis spielt und nicht zwischen mehreren Momenten hin und her gewechselt wird.

Die Geschichte ist gut und struktuiert erzählt und bietet durch das Setting etwas erfrischendes. Dass die Handlung mehr einem Schachspiel ähnelt als einem Actionfilm, stört dabei nicht. Dank der 12 Folgen lässt sich Kokkoku wunderbar an einem Wochenende durchschauen.

Wenn ihr auf einen storylastigen, aber interessanten Anime mit Zeitmanipulation und einem starken Hauptcharakter steht, dann ist Kokkoku genau das Richtige für euch!

Der Trailer zur Serie:

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