American Sniper – Filmkritik

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Erschreckend, grausam und emotional. – Clint Eastwood verfilmt in American Sniper die mitreißende Lebensgeschichte des Navy SEALs Chris Kyle, der mit mehr als 160 bestätigten tödlichen Treffern als erfolgreichster Sniper der US-Militärgeschichte gilt.

Story:

Der Rodeo-Reiter Chris Kyle aus Texas, gespielt von Bradley Cooper, meldet sich freiwillig zum Militärdienst bei den Navy SEALs. Nach seiner Ausbildung zum Scharfschützen wird Kyle aufgrund des Anschlags vom 11. September zu seinem ersten Einsatz in den Irak geschickt. Seine Aufgabe ist es, von den Dächern aus die Bodentruppen des US-Militärs zu verteidigen und ihnen den Rücken frei zu halten. Zu lange zögern kann in seiner Position verheerende Folgen haben, doch Kyle behält mit seiner Einschätzung jedes Mal Recht. Mit seiner Treffsicherheit und inneren Ruhe, rettet er auf dem Schlachtfeld unzähligen Soldaten das Leben. Inmitten von Explosionen, Sandstürmen und heftigen Schusswechseln erarbeitet er sich einen ungewöhnlichen Ruf und wird zur lebenden Legende. Dies bleibt natürlich auch dem Feind nicht verborgen und nachdem ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird, gerät er ins Visier der Widerstandskämpfer. Nach dem vierten Einsatz kehrt er traumatisiert zu seiner Familie in die USA zurück, sich in den heimatlichen Alltag zu integrieren fällt ihm jedoch schwer.

Fazit:

Kriegsfilm? Antikriegsfilm? American Sniper ist wohl der kontroverseste Hollywoodfilm seit Jahren und lässt viel Raum für beide Deutungen. Er erzählt eine „wahre Geschichte“, aber nur so wahr, wie sie ins patriotische Drehbuch passt. Der Filmeinstieg selbst ist mit etwas Humor durchzogen und als Zuschauer fühlt man sich relativ schnell ein. Erzählt wird in American Sniper ausschließlich aus der Perspektive von Chris Kyle. Es geht nicht um den Irakkrieg an sich, um die Ursache und Auswirkungen oder gar Politik, sondern um einen Mann im Krieg. Ein Mann der seinem Land dient, daher ist der Film auch sehr Klischee beladen.

Zur schauspielerischen Leistung gibt es nichts zu meckern. Bradley Cooper liefert in American Sniper nach dem Film Silver Linings definitiv seine beste Leistung ab. Alles in Allem ist American Sniper ein wirklich sehr mitreißendes Kriegsdrama.

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8.8 Ziel erfasst und getroffen!
  • Besetzung 10
  • Bild 9
  • Regie 9
  • Inhalt 7
  • Wertung (4 Votes) 7.9

Über den Autor

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