Jahresrückblick 2018 – Stefan

Das Jahr hatte viele große Titel, die meisten davon habe ich auch in den monatlichen Release-Highlights thematisiert. Leider habe ich nur die wenigsten eben jener Highlights selbst gezockt. Unter anderem konnte ich Sony‘s Exklusivkracher God of War und Spider-Man bis jetzt nicht selbst anspielen. Spiele wie Ni No Kuni 2 und Red Dead Redemption 2 habe ich zwar gespielt, bin aber bei beiden noch am Anfang der Geschichte. In meinem Jahresrückblick zeige ich euch, was ich 2018 so gezockt habe.

Beyond: Two Souls

Erlebt die Geschichte von Jodie und Aiden. © Sony Interactive Entertainment

Den Anfang macht ein Spiel aus dem Jahre 2013. Dank des Playstation Plus-Programms kam ich im Mai diesen Jahres in den Genuss Quantic Dreams Action-Adventure nachzuholen. Anfangs hatte ich die Wahl, ob ich die Geschichte in chronologischer Reihenfolge oder wie im Original in einer nichtlinearen Erzählstruktur erleben möchte. Hierbei habe ich mich für die nichtlineare Erzählstruktur entschieden.

Obwohl die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig war, hatte mich die Geschichte rund um Jodie Holmes und ihren übersinnlinnlichen Begleiter Aiden schnell in ihren Bann gezogen. Ich konnte mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren und war meistens in kniffligen Situation eher auf Jodies Seite. Deswegen fiel es mir auch manchmal schwer, wenn mich das Spiel dazu gezwungen hat mit Aiden etwas zu tun was Jodie und ich eigentlich garnicht wollten. Es gab aber auch durchaus Situationen, in denen ich Aidens übernatürliche Kräfte schamlos ausgenutzt habe, um ein bisschen Unfug zu treiben.

Gerade zum Ende hat mich das Spiel emotional sehr mitgenommen, so sehr, dass ich sogar mit den Tränen zu kämpfen hatte. Bei der letzten Entscheidung des Spiels habe ich glaube ich eine ganze Stunde gebraucht, um diese zu fällen. Nach dieser schweren Entscheidung gab mir das Spiel erst das Gefühl die falsche Entscheidung getroffen zu haben, ein Happy End gab es aber doch noch.

Detroit: Become Human

Eine besondere Beziehung entsteht zwischen Connor und Hank. © Sony Interactive Entertainment

Auch das nächste Spiel kommt aus dem Hause Quantic Dream. Dieses Mal handelt es sich aber um das aktuellste Spiel der französischen Entwickler: “Detroit: Become Human”. Angefangen hat alles mit einer Tech-Demo namens „Kara“, welche 2012 noch vor Ankündigung der Playstation 4 gezeigt wurde. Drei Jahre später auf der E3 2015 wurde aus der einstigen Tech-Demo dann Detroit: Become Human.

Detroit: Become Human spielt im Jahr 2038 und dreht sich rund um das Thema Androiden. Diese Androiden sind in allen möglichen Bereichen tätig. Egal, ob in der Öffentlichkeit oder in privaten Haushalten. Dadurch, dass die Androiden viele Tätigkeiten übernehmen, stieg die Arbeitslosigkeit in den USA auf über 37 %. Das sorgt natürlich für sehr viel Unmut in der Bevölkerung, weswegen die Menschen den Maschinen auch nicht unbedingt freundlich gegenüber stehen.

Man spielt insgesamt drei Protagonisten: den Pflegeroboter Markus, den Polizeiroboter Connor und die Haushaltshilfe Kara. Kara und Markus entwickeln relativ schnell im Spiel die Fähigkeit eigenständig zu denken und gelten damit als sogenannte „Abweichler“. Eben diese Abweichler verfolgt Connor zusammen mit seinem menschlichen Ermittler Kollegen Hank Anderson. Besonders das Zusammenspiel von dem sehr zuvorkommenden Connor und dem mürrischen Auftreten von Hank hat für mich sehr gut funktioniert. Die Beziehungen der Protagonisten zu den verschiedenen Charakteren war für mich das Highlight des Spiels. Mit jeder Entscheidung, die ich getroffen habe, bin ich entweder im Ansehen gestiegen oder gefallen. Meine Spielweise war hierbei eher defensiv. Ich hätte aber auch einen offensiven Weg wählen können und hätte sehr wahrscheinlich eine komplett andere Geschichte erlebt.

Auch hier war es wieder so, dass ich von der Geschichte sehr ins Spiel hineingezogen wurde und ich nach manchem Schicksalsschlag den Controller erstmal bei Seite gelegt habe und erstmal durchatmen musste.

Zusammenfassend haben mich Beyond: Two Souls und Detroit:  Become Human auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen. Ich bin total in die Geschichten versunken und konnte mich mit allen Charakteren sehr gut identifizieren und hatte bei beiden Spielen durchaus schwere Entscheidungen zu treffen. Dank des Playstation Plus-Programms bin ich auch mittlerweile in Besitz vom Beyond: Two Souls-Vorgänger Heavy Rain. Nach dem, was ich bei Beyond: Two Souls und Detroit: Become Human erlebt habe, bin ich sehr gespannt, was ich bei Heavy Rain erleben werde.

Mario + Rabbids Kingdom Battle: Donkey Kong Adventure

Donkey Kong vs. Rabbid Kong. © Ubisoft/Nintendo

Wir bleiben in Frankreich gehen aber rüber zu Ubisoft. 2017 war Mario + Rabbids Kingdom Battle für mich die Überraschung des Jahres und ist bei mir persönlich hinter The Legend of Zelda: Breath of the Wild auf Platz 2 der Spiele aus 2017. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass das Spiel mit Donkey Kong Adventure einen Story-DLC bekommen hat.

Die Geschichte setzt nach den Geschehnissen aus der ersten Welt des Hauptspiels an, wo Rabbid Kong auf Rache aus ist, nachdem er von uns besiegt wurde. Durch einen Zwischenfall mit Supa Fusionierer landeten Rabbid Kong und Rabbid Peach in einer anderen Welt – in der Welt von Donkey Kong. Hier war ich also nicht mehr mit Mario, Rabbid-Luigi oder Yoshi unterwegs, sondern hatte mit Donkey Kong und Rabbid Cranky zwei neue Weggefährten, die mir dabei halfen die Pläne von Rabbid Kong zu vereiteln. Diese beiden neuen Charaktere bringen auch neue Fähigkeiten mit sich. Donkey Kong kann unter anderem im Laufen einfach einen Gegner mitnehmen und diese beispielsweise auf explosive Gegenstände werfen. Rabbid-Cranky kann unter anderem mit seiner Spezial-Fähigkeit Gegner eine Runde einschlafen lassen.

Der DLC zu Mario + Rabbids ist auf einem genauso hohem Niveau wie das Hauptspiel. Die Kämpfe und Rätsel sind schön knackig und das Suchen der Sammelgegenstände motiviert genau wie im Hauptspiel. Insgesamt brachte der Zusatzinhalt nochmal zirka 10 – 15 Stunden Spielzeit mit sich.

Derbysieger: Pro Evolution Soccer 2019

Der Ball wird hart umkämpft. © Konami

Jedes Jahr die gleiche Prozedur. Dabei rede ich aber nicht vom Spiel, sondern von der Entscheidung, vor der ich jedes Jahr stehe. Denn jedes Jahr bewerte ich aufs neue die beiden Fußball-Simulationen Fifa und Pro Evolution Soccer und entscheide mich dann für eines der beiden. Einen Herbst ohne ein neues Fußball-Spiel gibt es bei mir nicht. Die letzten beiden Jahre hat die Fußball-Simulation aus dem Hause Electronics Arts die Nase vorn gehabt, aber ähnlich, wie in der Bundesliga, steht dieses Jahr die Konkurrenz auf meinem persönlichen Fußballthron.

Und das, obwohl die Pokalwettbewerbe der UEFA jetzt bei Fifa und nicht mehr bei PES sind. Natürlich sind Lizenzen etwas Schönes, aber nicht das wichtigste am Spiel und dank eines umfangreichen Editor-Modus und einer sehr aktiven Community, welche fleißig Option Files bereitstellt ist dieses Manko schnell behoben. Dieses Jahr hat für mich das Spielgefühl auf dem Platz entschieden. Mir macht es dieses Jahr einfach mehr Spaß in Konamis Fußball-Simulation gegen das runde Leder zu treten. Außerdem habe ich bei PES mehr das Gefühl, dass meine Einstellungen im Taktik-Menü einen spürbareren Unterschied machen als bei Fifa.

Zudem spiele ich liebend gerne den Karrieremodus, im Fall von PES also die Meister-Liga. Hierbei tun sich Fifa und PES nicht viel, aber durch die oben genannten Kriterien ist mir die Meister-Liga lieber. Aktuell spiele ich eine Karriere als Trainer vom Liverpool FC und bin nach drei Saisons auf einem gutem Weg das erste Mal seit 1990 die Meisterschaft wieder an die Anfield Road zu holen. In meinem Kopf denke ich aber auch schon darüber nach eine Karriere bei den Glasgow Rangers zu starten. Dadurch, dass ich ein reiner Offline-Spieler bin, interessieren mich Modi wie Ultimate Team oder MyClub nicht. Deshalb fließen diese Punkte auch nicht in meine Bewertung bei der Wahl, der für mich aktuell besten Fußballsimulation mit ein.

Fazit

Mein persönliches Spiel des Jahres – Detroit: Become Human. © Sony Interactive Entertainment

Mit Detroit: Become Human und Beyond: Two Souls habe ich zwei Spieletypen gespielt, die ich vorher so nicht ausprobiert habe. Besonders das Storytelling dieser beiden Spiele hat mich derart gefesselt, wie es noch nicht viele Spiele zuvor geschafft haben. Bei der für mein persönliches Spiel des Jahres entscheide ich mich für Detroit: Become Human. Im Gegensatz zu Beyond: Two Souls fand ich die Thematik mit den Androiden sehr spannend. Außerdem war die Steuerung deutlich intuitiver als bei Beyond: Two Souls.

Als großer Nintendo-Fan ist es vielleicht verwunderlich, dass es mit dem DLC zu Mario + Rabbids „nur“ eine Kooperation zwischen Nintendo und Ubisoft in meine Jahreshighlights geschafft hat. Das liegt einfach daran, dass ich Super Smash Bros. Ultimate zwar schon gespielt habe, aber eben noch nicht genug, um mir eine umfangreiche Meinung davon zu bilden. Und auch Pokémon Lets Go Evoli hat es nicht in diese Liste geschafft, da es eigentlich nur hübsch anzusehen ist, mich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Das Spielprinzip macht mir zwar immer noch Spaß, aber gerade die geringe Pokémon-Auswahl und das abgespeckte Kampfsystem hinterlassen einen faden Nachgeschmack.

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