Freitag der 13. – Ein Aberglaube und seine Folgen

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Werft das Salz über die linke Schulter, greift nach eurer Hasenpfote; Es ist Freitag der 13.! “Das Dutzend des Teufels” so schimpft man diese schicksalsträchtige Primzahl! “Primzahl”, ihr merkt schon, der Artikel bietet euch Zahlenliebhaber ein Fakten am laufenden Band. Ein Aberglaube, der sogar so weit geht, dass Hotels a uf die Zimmernummer 13 verzichten, dass das 13. Stockwerk gern mal übergangen wird und Fluggesellschaften – Ja, auch die – keine Sitzreihe 13 haben.

Besondere Fakten zum Freitag den 13.

Hier mal ein paar belegbare Fakten für die Zahlenfetischisten: Ein Jahr hat mindestens einen und  höchstens drei Freitage, die auf den 13. fallen. Wegen der Schaltjahrregel, wiederholt sich der gregorianische Kalender alle 400 Jahre. Dabei fallen die meisten 13. auf einen Freitag. Zwischen zwei Freitagen den 13. liegen mindestens vier Wochen und maximal 14 Monate.

Wenn euch die harten Fakten nicht abgeschreckt haben, können wir übergehen zum Ursprung des Aberglauben.

Wo kommt die Angst vor dem Datum her?

Wo genau der Ursprung des Aberglaubes liegt, ist natürlich ungeklärt. Einige behaupten es käme vom 13. Oktober 1307. An diesem Tag hat der französische König Phillipp IV. sämtliche Mitglieder des Templerordens verhaften lassen und anschließend hängen lasssen.

Andere betrachten als Unglückstag schlechthin den “Schwarzen Freitag” im Mai 1929. Dabei war der Börsencrash streng genommen in Amerika bereits Donnerstag geschehen und nur wegen der Zeitverschiebung in Europa als Freitag der 13. in die Geschichte eingegangen.

Andere Länder, andere Sitten

Aber nicht in jeder Kultur wird der Freitag und die Zahl 13 als Unheil angesehen. Im Judentum und in China steht die 13 als Glückszahl. Der Freitag ist im Islam sogar ein Feiertag, an dem gemeinsam das Mittagsgebet verrichtet wird.

In spanischsprachigen Ländern und Griechenland gelten Dienstage, die auf den 13. fallen als besonders schlimm. In Italien hingegen ist Freitag der 17. ein Unglücksdatum.

Im asiatischen Raum hält man sich vor der vier fern, da sie bei falscher Betonung wie das Wort Tod klingen kann. Eine falsche Betonung bei der 14 bedeutet sogar “sterben wollen” oder “bald sterben”.

Wenn wir schon bei Zahlen sind: Meine Lieblingszahl ist sogar die 13.

Auch in der Popkultur findet der Aberglaube Platz

Natürlich macht die Popkultur auch keinen halt vor dem Datum. Möglicherweise hat sie sogar zu der Verbreitung des Ganzen beigetragen!

Mit dem Börsenroman Friday the 13th von Thomas W. Lawson aus dem Jahr 1907, könnte das Datum zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden sein. Filme von 1916 und 1944 unter den Titel Freitag der 13. haben in Deutschland den Aberglauben weiter am Leben gehalten.

Die wohl bekannteste Figur, die mit diesem Datum assoziiert wird, ist Jason Voorhees! Seit 1980 schlitzt sich das Modell für Eishockey-Masken durch die Weltgeschichte. Wobei man streng genommen sagen, muss das im ersten Teil seine Mutter die Arbeit für ihn erledigt hat. Als langlebigste Horrorfilm-Reihe rühmt sich das Franchise mit elf Teilen und einem Spin-off. Jason ist am 13. Juni 1958 ertunken und kehrt genau 22 Jahre später wieder, um sich zu rächen – Beide Tage sind ein Freitag! Daher kommt auch der Name des Films.

Die Bekanntheit des Films findet auch Einzug in Videospielen. So gibt es am Kristallsee in World of Warcraft jährlich eine Anspielung auf Jason. Man kann dort Kinder beobachten, die in einem Haus am See sitzen. Tatsächlich dreht sich der Film Freitag der 13. um ein Camp am Crystal Lake.

Die Angst vor Unheil ist real

Paraskavedekatriaphobie, so nennt sich die Angst vor dem Kalenderdatum Freitag der 13. Menschen, die besonders stark unter dieser Phobie leiden, bleiben an diesem Tag nach Möglichkeit Zuhause, um ja dem Unglück zu entgehen. Die Angst vor der Zahl 13 nennt sich übrigens Triskaidekaphobie.

Ein bekanntes Beispiel für diese Phobie ist der Komponist Arnold Schönberg. Geboren am 13. September 1874, hatte er zu Lebzeiten die Zahl 13 gemieden. Seine Oper Moses und Aron schrieb er absichtlich falsch, da der korrekte Titel aus exakt 13 Buchstaben bestanden hätte. Ironischerweise starb er am Freitab den 13. Juli 1951 im Alter von 76 und die Quersumme aus 76 ist ja bekanntlich 13! Das stört ihn jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr…

Mehr Aberglaube als reale Gefahr

Bleibt uns nur noch mal ein wenig Feuer aus der Sache zu nehmen:

Statistisch gesehen passieren am Freitag den 13. nicht mehr Verkehrsunfälle, als an anderen Tagen. Während an “normalen” Freitagen die Unfallrate tatsächlich höher liegt, liegt sie am 13. im Durchschnitt. Kein Wunder, die ganzen Paraskavedekatriaphobiker sind ja Zuhause geblieben.

Und nun drei mal auf Holz geklopft, Leitern gemieden und einen schönen Start ins Wochenende!

Zum Thema Freitag der 13. gibt es eine weitere Ausgabe von Weblyrik:

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